Deutsche Finance kauft in London

Sven Neubauer / Foto: © Deutsche Finance

Das „Olympia“ in London wurde im Ersten Weltkrieg zwischenzeitlich als Lager für deutsche Kriegsgefangene genutzt. Über 100 Jahre später sind die Verbindungen Deutschlands zur Ausstellungshalle in der britischen Hauptstadt deutlich positiver: Ein deutsch-britisches Konsortium, angeführt von Deutsche Finance International und dem britischen Investor Yoo Capital, hat die Immobilie im Stadtteil West Kensington für 296 Mio. Pfund (ca. 330 Mio. Euro) erworben. Dem Syndikat gehört auch die Bayerische Versorgungskammer an, einer der aktivsten Immobilieninvestoren in Deutschland. Sie führt die Geschäfte für zwölf rechtlich selbständige Altersvorsorgeeinrichtungen und verwaltet ein Kapital von insgesamt 80 Mrd. Euro. Die ca. 4 Mrd. Euro Beitragseinnahmen sind allerdings nur halb so viel wie ein weiteres Konsortiumsmitglied, nämlich die Versicherungskammer Bayern, einnimmt.

Die Deutsche Finance Group möchte als verantwortlicher Investment Manager beim Investment „Olympia London“ das langfristige Ertragspotenzial für die Investoren heben. „Die Akquisition markiert den gelungenen Auftakt in einer Reihe von interessanten Club Deals bzw. Joint-Ventures für institutionelle Investoren, an denen wir aktuell arbeiten“, so Dr. Sven Neubauer Investitionsvorstand der Deutsche Finance Group.

Das Konsortium stach wohl auch die chinesische HNA Group aus, die Presseberichten zufolge mehr als 300 Mio. Pfund geboten haben soll. Die hauptsächlich in den Bereichen Tourismus und Luftfahrt aktive Unternehmensgruppe ist erst im Februar zum drittgrößten Aktionär bei der Deutschen Bank aufgestiegen. (ahu)

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