Chinas Kapitalmarkt öffnet sich

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Es tut sich was in China. Das im April angekündigte Pilotprojekt der Chinesen, einen gemeinsamen Marktzugang zwischen den Börsen in Hongkong und Shanghai zu schaffen, befindet sich im Endspurt. Grund genug für das asiatische Aktienteam des britischen Vermögensverwalters Schroders sich das ‚Mutual Market Access (MMA)” Projekt und die Vorteile für Investoren etwas genauer anzusehen.

(fw/ah) Investoren vom chinesischen Festland erhalten Zugang zu ausgewählten Aktien der Large und MidCap-Indizes des Hang Seng Composite mit einem täglichen Handelsvolumen von etwa 10,5 Milliarden Renminbi. Das sind immerhin rund 266 Titel, was ungefähr 82 % der Marktkapitalisierung in Hongkong entspricht. Im Gegenzug dazu dürfen sich internationale Investoren über selektiven Zugang zu Shanghaier Börse freuen. Das tägliche Handelsvolumen dort liegt bei etwa 13,5 Milliarden Renminbi. Und die Anzahl der Titel, die nun auch von Ausländern erworben werden dürfen ist sogar noch einmal deutlich höher als in der entgegengesetzten Richtung. Insgesamt sind 568 Titel für ausländische Investoren freigegeben, was 90 % der Shanghaier Marktkapitalisierung entspricht.

„Die oben genannte Quoten werden nach dem Prinzip ‚wer zuerst kommt, malt zuerst’ umgesetzt”, heißt es vom asiatischen Aktienteam bei Schroders. „Es wird jedoch ein tägliches Nettolimit geben.” Im Umkehrschluss würde das wiederum bedeuten, dass Investoren unabhängig von den Quoten immer verkaufen können. Gehandelt wird in Shanghai auch für Ausländer auf Renminbi-Basis. Die Transaktion erfolgt dann in offshore Renminbi. Umgekehrt ist die Handelswährung auch für Festland-Chinesen der Hongkong-Dollar, während die Transaktion dann in Renminbi durchgeführt wird.

Die große Frage ist nun, wie sich das neue MMA-Projekt von bestehenden wie dem ‚Qualified Foreign Institutional Investor (QFII)” und dem Renminbi-Äquivalent (RQFFII) unterscheidet. Dazu die Schroders-Experten: „Das neue Programm ist offen für alle Arten von Investoren. Besonders für Festland-Chinesen gibt es keine Einschränkung wie vorher die reine Begrenzung auf institutionelle Investoren.”

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