BNP Paribas IP: Emerging Markets weiterhin Wachstumstreiber

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Nach Einschätzung der Analysten von BNP Paribas Investment Partners zählen die Emerging Markets weiterhin zu den Wachstumsmotoren der Weltwirtschaft. Dies belegt eine aktuelle Markteinschätzung.

(fw/ah) Trotz restriktiver Geldpolitik erzielten sie im 1. Quartal 2011 Wachstumsraten von durchschnittlich 7 Prozent. “Dank ihrer soliden Fiskalpolitik stehen die Schwellenländer im Gegensatz zu vielen Staaten der Europäischen Union verhältnismäßig gut da”, sagt Reinhold Knaus, Senior Economist und Portfoliomanager bei BNP Paribas Investment Partners in Frankfurt. “Sie verfügen über bessere Fundamentaldaten und eine niedrigere Schuldenquote, so dass sie ihre ohnehin geringeren Haushaltsdefizite wesentlich leichter bekämpfen können”, erläutert Reinhold Knaus. “Selbst die Finanzkrise, die viele industrialisierte Märkte hart getroffen hat, konnte von den Schwellenländern deutlich besser verkraftet werden, falls sie überhaupt von der Krise betroffen waren.”

Viele Anleger hatten zuletzt ihre Gelder aus den Schwellenländern abgezogen, zumeist aufgrund der erhöhten Inflationsrisiken. “Insbesondere die steigenden Rohstoffpreise haben die Inflation in den Emerging Markets vorangetrieben. Die betroffenen Länder haben die Gefahr erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen verstärkt”, sagt Reinhold Knaus. “Die Erhöhung der Leitzinssätze, insbesondere in den BRIC-Staaten China und Brasilien, drückt nun allerdings auf die Aktienrenditen. Langfristig gesehen ist das Wachstum aber robust und die Preisspirale bei Rohstoffen wird sich voraussichtlich nicht weiter drehen.

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