Anlegervertrauen kehrt langsam in die Märkte zurück

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Die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers war der Super-Gau. Unsicherheit und Vertrauensverlust folgten. Die zur BNP Paribas gehörende Direktbank Cortal Consors hat im aktuellen Vermögensbarometer 50 ihrer Berater nach der Stimmung und dem Anlageverhalten der Kunden befragt. Demnach fassen Anleger zaghaft wieder Vertrauen.

(fw/ah) Beinahe zwei Jahre sind seit dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers vergangen. Der DAX hat sich erholt und notiert aktuell bei Indexständen um 6.000 Zähler. Wie investieren nun die Anleger? Worauf achten sie? Das Ergebnis der Marktbefragung zeigt, dass die Kunden noch skeptisch sind, aber sie fassen langsam wieder Vertrauen. Risikokontrolle und Transparenz bleiben die Schlagworte in der Anlageberatung.

Laut dem aktuellen Vermögensbarometer ist die Verunsicherung auch knapp zwei Jahre nach dem Fall Lehman immer noch deutlich spürbar. Die Nervosität ist nicht gänzlich verflogen, aber das Vertrauen der Kunden wächst langsam wieder. Neben Festgeld werden auch Aktien, Rohstoffe und Zertifikate immer häufiger nachgefragt. Wenig überraschend eine Erkenntnis: Die Transparenz ist noch entscheidender geworden. Sie ist laut Cortal Consors das A und O im Beratungsgespräch. 37 Prozent der Befragten bestätigen, dass ihre Kunden seit Ausbruch der Krise die Frage nach Transparenz selbst aufwerfen. Damit ist die Offenheit in Sachen Risiken und Gebühren von Produkten zum wichtigsten Faktor für den Kunden geworden.

Jeder zweite Kunde ist nach Aussagen der Cortal Consors Berater immer noch verunsichert. Diese anhaltende Skepsis macht sich vor allem im Anlageverhalten bemerkbar. So bleiben sichere Anlagen, wie etwa Festgeld mit 53 Prozent, die am häufigsten nachgefragten Anlageformen. Dies, obgleich die Konditionen sehr bescheiden sind.