Altersvorsorge büßt Vertrauen ein

©Robert Kneschke

DIA-Umfrage zeigt, dass eine große Mehrheit zwar befürchtet, im Alter deutliche finanzielle Abstriche machen zu müssen. Die Bereitschaft, etwas dagegen zu unternehmen, ist allerdings nur wenig ausgeprägt.

Die Umfrage zum DIA-Deutschland Trend, die einmal im Jahr die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt, ergab, dass das Vertrauen der Deutschen in die betriebliche und private Altersvorsorge gegenüber dem 4. Quartal 2015 deutlich gesunken ist. Zudem sind die Einschätzungen so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Besonders davon betroffen ist die private Altersvorsorge, was wohl besonders auf die aktuellen Niedrigzinsen und die nicht enden wollenden Kritik an der Riester-Rente zurückzuführen ist. Während bei der Umfrage 2015 noch 69 Prozent der Befragten der Meinung waren, im Alter nicht ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten zu können, stieg der Wert bei Umfrage 2016 auf 76 Prozent. Die Angst, im Alter auf vieles verzichten zu müssen, scheint jedoch nur die wenigsten dazu zu bewegen, jetzt mehr vorzusorgen. So schätzten nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten ihre bisherige Altersvorsorge als ungenügend ein und erklärten, deshalb innerhalb der nächsten zwölf Monate mehr dafür zu tun. Hingegen gaben 43 Prozent an, nicht vorzusorgen und daran auch innerhalb des nächsten Jahres nichts zu ändern.

Der Vorsorge-Index, der aus den Befragungen errechnet wird, fällt mit 101 auf den niedrigsten Wert seit 2009. Dieser besonders niedrige Wert ist vor allem auf eine Verschlechterung in den Bereichen „Vertrauen“ und „Erwartungen“ zurückzuführen. (ahu)

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