Gothaer: Fitch Ratings bestätigt

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Die Ratingagentur Fitch Ratings hatte am 15. April 2016 die Rating-Ergebnisse der Gothaer Allgemeine Versicherung AG und der Gothaer Lebensversicherung AG erneut bestätigt.

Bereits in 2015 haben Standard & Poor’s und Fitch Ratings – jeweils im Rahmen eines Folgeratings -die Rating-Noten „A-“ bzw. „A“ (stark) bekannt gegeben. Darüber hinaus verfügen strategische Produkte der Gothaer Lebensversicherung AG über sehr gute Produktratings. Die Bestätigung der Ergebnisse reflektiert laut Fitch Ratings die starke, widerstandsfähige Kapitalausstattung sowie die gute Marktposition und die diversifizierte Aufstellung der Gruppe. Fitch honoriert die effizienten Vertriebskanäle, über die die Kunden und Vertriebspartner über alle Versicherungsarten hinweg erreicht werden. Auch beurteilt sie die Gothaer Allgemeine Versicherung AG und die Gothaer Lebensversicherung AG als vollständig integrierte Kerngesellschaften des Gothaer Konzerns mit gemeinsamem Markenauftritt, Vertriebskanälen, Kundengruppen und Innendienstfunktionen mit anderen Konzerngesellschaften. „Die erneute Bestätigung unserer Rating-Ergebnisse durch Fitch Ratings zeigt die solide Aufstellung des Gothaer Konzerns. Gerade die breite Aufstellung des Konzerns mit einem starken Schaden-/ Unfallversicherer ist in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld ein enormer Mehrwert“, äußert sich der Vorstandsvorsitzende des Gothaer Konzerns, Dr. Karsten Eichmann.

Aktuelle Ergebnisse in der Übersicht:
S&PFitch
Gothaer Allgemeine Versicherung AGA-A
Gothaer Lebensversicherung AGA-A
Gothaer Krankenversicherung AGA-

Die Gothaer Krankenversicherung AG will weiterhin verlässlicher Partner in der Vollversicherung sein und sich mit wettbewerbsfähigen Tarifen und positiven Ratings in den bestehenden, zentralen Produktlinien positionieren.

Gothaer hält an Mindest-Rating A weiterhin fest

Unter Ratingaspekten (Financial Strength Rating) strebt die Gothaer die Einhaltung einer Kapitaladäquanz an, die in Verbindung mit den Ausprägungen der weiteren Ratingkriterien für den Erhalt eines Mindestratings im A-Bereich ausreichend ist. Im Zentrum steht dabei die Gewährleistung der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft in Abhängigkeit der gewählten Risikotoleranz, die in engem Zusammenhang mit der Eigenkapitalausstattung, den Eigenkapitalanforderungen unter Solvency II sowie dem angestrebten Zielrating zu verstehen ist. Im Sinne der Risikosteuerung ist der Erwerb von Zinsanlagen nur möglich, wenn eine qualifizierte und plausibilisierte Einstufung der Bonität mit Hilfe externer Agenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s oder Fitch Ratings oder ein qualifiziertes internes Rating zur Verfügung steht. Aus aufsichtsrechtlicher Perspektive bestehen Mindestvorgaben dahingehend, dass die Solvenzkapitalanforderungen einschließlich eines Sicherheitspuffers für ungeplante, neu hinzukommende Risiken permanent zu erfüllen sind und dass der Nachweis der Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge, auch für den Fall einer adversen Kapitalmarktentwicklung, wie sie in den Stress-Szenarien der BaFin simuliert wird, quartalsweise zu erbringen ist. Für interne Steuerungszwecke ist ein Mindest-Sicherheitsniveau von 99,5 Prozent vorgegeben (einjähriger Value at Risk-Ansatz auf Basis eigener Risikomodellierung). Alle von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchgeführten Stresstests wurden von der Gothaer bestanden.

Ausgewogene Strukturen bei Rückversicherern

Eine ausgewogene Rückversicherungsstruktur, die insbesondere die Auswirkungen von Extremereignissen abmildern soll, unterliegt einem Risiko, dem möglichen Ausfall von Rückversicherern. Dieses Risiko wird bei der Gothaer bei der Auswahl der Rückversicherer (A-Rating) berücksichtigt und im Rahmen des DFA-Modells quantifiziert. Das Risiko ist somit Teil des Risikomanagements. Um sich vor Groß- und Kumulschäden sowie Ertragsschwankungen vornherein zu schützen, betreibt die Gothaer eine aktive Rückversicherungspolitik. Eine hohe Bonität bzw. ein gutes Unternehmensrating ist bei der Wahl des Rückversicherers das zentrale Kriterium. Bei der Abgabe der Rückversicherung arbeitet die Gothaer nur mit hochklassigen Rückversicherern zusammen. Dabei werden 58 Prozent des Geschäftes (abgegebene Rückversicherungsprämie) bei Rückversicherern mit einem Rating von AA- oder besser platziert. Die Abrechnungsforderungen aus dem übernommenen und abgegebenen Rückversicherungsgeschäft betragen zum Bilanzstichtag 94,1 Mio. Euro. Die Forderungen aus dem abgegebenen Geschäft belaufen sich auf 50,9 Mio. Euro.

Deutsche Lebensversicherungen bleiben sicher

Lebensversicherer sind allgemein verpflichtet, aufgrund des niedrigen Zinsniveaus eine Zinszusatzreserve (ZZR) für die Tarife mit einem hohen Garantiezins zu dotieren, um auf diesem Wege die Erfüllbarkeit der Garantiezusagen in den Altbeständen sicherzustellen. Die Stellung der ZZR wirkt sich branchenweit belastend auf den Rohüberschuss und damit auf die Ertragskraft und die Substanz der Lebensversicherer aus. Die ZZR ist für alle Tarifgenerationen mit Rechnungszinssätzen oberhalb eines so genannten Referenzzinssatzes zu stellen. Dieser sinkt von 3,15 Prozent in 2014 auf 2,88 Prozent in 2015. Damit unterliegt in 2015 eine weitere Tarifgeneration (mit 3,00 Prozent Rechnungszins) der ZZR-Dotierung, so dass die Höhe der Zuführungen zur ZZR in 2015 erneut deutlich angestiegen ist. Insgesamt sind sich führende Ratingagenturen jedoch darin einig, dass die deutschen Lebensversicherer auch bei anhaltend niedrigen Zinsen noch viele Jahre in der Lage sein werden, ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden zu erfüllen. www.gothaer.de