Weiterbildungskosten sinnvoll investiert? 6 Tipps für Arbeitnehmer und Unternehmen

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Der Trend zur Weiterbildung hält ungebrochen an: Ob in Form regelmäßiger Seminare zur Vertiefung oder Auffrischung des Fachwissens, als Coaching für Führungskompetenzen oder als Zusatzstudium zur Vorbereitung auf neue Positionen und Aufgaben – immer mehr Berufstätige nehmen neben dem Job an diversen Bildungsmaßnahmen teil. Doch wer soll für die Kosten aufkommen? Und worauf muss man achten, damit die dafür erforderliche Zeit und das notwendige Geld richtig angelegt ist? Diese Fragen beschäftigen sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige und Unternehmen. Um die Entscheidung zur sinnvollen Weiterbildungsinvestition zu vereinfachen, haben wir die wichtigsten Kriterien zusammengestellt.

Wer übernimmt die Kosten?

Laut einer in den Jahren 2013 und 2018 durchgeführten Langzeitstudie des Forsa-Instituts im Auftrag der Haufe-Akademie ist die Mehrheit der Angestellten in Deutschland grundsätzlich bereit, private Zeit und eigenes Geld in die berufliche Weiterbildung zu investieren. Trotzdem stieg die Anzahl der Mitarbeiter, die sich hierfür eigentlich eine Freistellung und Kostenübernahme von Ihren Unternehmen wünschen. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Unternehmen und Selbständige, Kosten und Nutzen von Weiterbildungsmöglichkeiten regelmäßig abzuwiegen und abzuschätzen, ob sich Weiterbildungskosten lohnen und im Idealfall danach wieder eingespielt werden können.

Tipp 1: Weiterbildungsziele festlegen

Im ersten Schritt sollten die jeweiligen Ansprüche des Mitarbeiters und des Unternehmens festgelegt und miteinander in Einklang gebracht werden. In diesem Zusammenhang sollten sich Arbeitnehmer grundsätzliche Gedanken über ihre mittel- und langfristigen beruflichen Ziele machen und sich u.a. folgende Fragen stellen: Möchte ich mich in einem Teilbereich spezialisieren oder steht das Erreichen einer Position mit Führungsverantwortung im Vordergrund? Möchte ich mich innerhalb meines Unternehmens weiterentwickeln oder meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt insgesamt erhöhen? Möchte ich mir eine Zusatz-Perspektive in der Selbständigkeit entwickeln und hier mein Fachwissen zum Aufbau eines Angebots z.B. für bestimmte Kundengruppen verbessern? Natürlich können auch private Lebensumstände dazu führen, dass sich die beruflichen Ziele ändern. Und selbstverständlich sind auch der pure Wissensdurst und die Freude am Lernen ein  sinnvoller Grund sich weiterzubilden. Auch Unternehmen sollten für sich festlegen, in welchen Kompetenzen ein Mitarbeiter für seine laufenden oder zukünftigen Aufgaben geschult werden sollte.

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