wefox – Vergleichsportal mit persönlicher Beratung

Milan Veskovic, Global Chief Sales Officer der wefox Germany GmbH / Foto: © wefox Germany GmbH

wefox sieht andere Vergleichsportale nicht wirklich kritisch. Vielleicht auch, weil wefox seine neue Plattform Koble weit öffnen will. Joonko wird sie nutzen, wefox-Chef Julian Teicke spricht sogar von Check24. Nun waren Vergleichsportale in der Vergangenheit häufiger in Misskredit, manche Fälle landeten gar vor Gericht. Was macht wefox anders, um den Kunden bestmöglich zu beraten? finanzwelt im Interview mit Milan Veskovic, Global Chief Sales Officer der wefox Germany GmbH.

finanzwelt: Welche Vorgehen von Check24, Verivox und Financescout24 fanden Sie in der aktuellen Vergangenheit unseriös und warum? Stichworte sind Werbeversprechen, intransparente/falsche Darstellung der Marktauswahl, Gültigkeit von Kündigungen über Vergleichsportale und Sonderzuwendungen.
Milan Veskovic: Selbstverständlich ist es nicht akzeptabel, etwas zu versprechen und es später nicht zu halten. Hier geht es um einen relevanten und fundierten Geschäftskodex. Wobei Themen wie Werbeversprechen, intransparente Darstellung der Marktauswahl und Gültigkeit von Kündigungen beruhen auf dem gleichen Problem, nämlich der Limitation des Geschäftsmodells und die daraus resultierende Perception der Kunden. Trotzdem glaube ich nicht, dass die Vergleicher absichtlich ihre Versprechen brechen würden. Und ich bin sicher, dass sie an stetiger Verbesserung arbeiten. Zum Thema Sonderzuwendungen kann ich nur appellieren, Neutralität muss sichergestellt werden, um solche Behauptungen aus der Welt zu schaffen. Aber hier kommen wir wieder zum Thema, was besser für den Kunden ist: das billigste zu kaufen oder 360 Grad beraten zu werden. Wichtig für Verbraucher ist vor allem ein fairer Marktvergleich. Hier muss gewährleistet sein, dass dieser unbeeinflusst und den individuellen Ansprüchen gerecht wird. Die genannten Vergleichsportale haben die Versicherungswelt in der letzten Dekade stark geprägt. Sie haben die Branche dabei unterstützt, sich weiterzuentwickeln und haben dadurch weitere Kundenvorteile kreiert. Natürlich ist jedes Geschäftsmodell limitiert. Dies wird durch das starke Engagement der Manager dieser Portale balanciert, um einerseits gute Geschäftsergebnisse zu erzielen sowie andererseits Kunden auch in der Zukunft passgenaue Servicelösungen bieten zu können. Kunden soll dadurch ermöglicht werden, ‚bessere‘ Angebote zu erhalten und über die Wahl selbst zu entscheiden. Wäre wefox ein reines Vergleichsportal, würde ich daran arbeiten, ein höheres Maß an Transparenz zu schaffen, um Kunden eine fundamentierte 360 Grad-Beratung zu gewährleisten. Ich würde verstärkt einen kundenorientierten Ansatz im Vergleich zu einer produktorientierten Auslegung verfolgen wollen. ‚Immer im Sinne des Kunden‘ – das ist mein Grundsatz als globaler Vertriebsleiter bei wefox.

finanzwelt: Wie will wefox unseriöses Vorgehen in den genannten Bereichen vermeiden?
Veskovic: Wir können unseriöses Vorgehen in der Branche nicht verhindern. Was wir aber können, ist das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, weil wir es eben ganz anders machen. Wir arbeiten digital und setzen zur selben Zeit auf den Berater. Dadurch grenzen wir uns klar vom Direktgeschäft-Modell ab. In unserem Mittelpunkt steht der Kunde. Natürlich nutzen wir bei wefox digitale Tools, die bei unseren persönlichen Beraterinnen und Beratern täglich zum Einsatz kommen. Das gibt uns die Möglichkeit, ganzheitliche Kundenbedarfsanalysen zu erstellen, um so Verbrauchern eine individuelle und adäquate Produktauswahl zu ermöglichen.

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