So veränderte sich das Rating der Deutsche Finance

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Die Deutsche Finance Group behält bei Scope ihr Asset Management Rating von A+ im Segment Private Equity. Damit wird dem Münchner Unternehmen weiterhin eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management bescheinigt. Dabei wird auch die Unternehmenshistorie gewürdigt.

Die Deutsche Finance Group wurde im Jahr 2005 durch den heutigen Executive Partner der Df Deutsche Finance Holding AG Thomas Oliver Müller gegründet. Die Deutsche Finance ist ein inhabergeführter und erfahrender Investmentmanager für global diversifizierte Private Equity-Portfolios im Immobilien- und Infrastruktursegment und verfügt laut Scope über ein langjährig aufgebautes Netzwerk zu lokal agierenden und fokussierten Zielfondsmanagern. Als Alleinstellungsmerkmal bezeichnet die Ratingagentur, dass die Deutsche Finance mittels Publikums-AIF Privatanlegern Zugang zu institutionellen Strategien verschafft. In den vergangenen beiden Jahren sind zudem eigene Transaktionsteams in den USA und in Großbritannien hinzugekommen, mit denen für institutionelle Kunden ein signifikantes Volumen an Immobilien-Direktinvestitionen generiert werden konnte.

Zur Jahresmitte 2019 verwaltete die Deutsche Finance Group eine Gesamtvermögen von 4,15 Mrd. Euro, 2,7 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr. Vom Gesamtvermögen waren 16 % für Privatanleger und 8 % für Family Offices/ institutionelle Mandate global gestreut in indirekten Private Equity Zielfonds sowie 32 % bzw. 44 % für institutionelle Anleger in Direktinvestments in Europa bzw. den USA investiert.

Würdigung der Unternehmensentwicklung

Scope hebt beim Rating der Deutschen Finance positiv hervor, dass sich die Unternehmensgruppe von einem reinen Dachfondsmanager zu einer breiter aufgestellten Investmentgesellschaft mit wachsender Produktpalette entwickelt habe. Zudem verfüge das Unternehmen inzwischen über eigene Strukturierungs- und Transaktionskompetenz und habe seine Assets under Management ebenso deutlich gesteigert wie die Wahrnehmung am Markt. So wurden zuletzt u.a. ein Single Asset Club Deal Publikums-AIF und ein OGAW-Fonds im Bereich Listed Real Estate neu aufgelegt. Zudem gelang es der Deutschen Finance im Betrachtungszeitraum ihren Value Add Funds mit einem Volumen von ca. 450 Mio. Euro bei institutionellen Anlegern zu platzieren und ihren Kreis institutioneller Investoren um einige namhafte ausländische Anbieter zu erweitern. Mit dem Wachstum der Geschäftszahlen ist auch die Mitarbeiterzahl der Deutschen Finance gestiegen und liegt mit 96 nun um 23 % höher als noch im Vorjahr. Diese verteilen sich auf die Standorte München, Denver, Zürich und Luxemburg.

Ein positiver Ratingfaktor war auch, dass im Retailbereich sämtliche Dachfonds positive Wertzuwächse aufweisen, unabhängig vom Vintage wodurch laut Scope das Konzept der globalen Diversifikationsstrategie unter Einbindung von ca. 50 spezialisierten institutionellen Zielfondsmanagern bisher bestätigt wurde.

Welche Faktoren sich negativ auf das Rating auswirkten, lesen Sie auf Seite 2