P&R Gründer sitzt in U-Haft

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Einen Monat vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen P&R ist der Gründer des insolventen Containerinvestors festgenommen worden. Der Schaden für die Anleger im Fall P&R liegt wohl im Milliardenbereich.

Heinz Roth, Gründer des insolventen Containerinvestors P&R, ist am Mittwoch in seiner Grünwalder Villa festgenommen worden. Das berichten mehrere Medien und berufen sich dabei auf die Münchner Oberstaatsanwältin Anne Leiding. Die Staatsanwaltschaft, die Roth Anlegerbetrug in Milliardenhöhe vorwirft, sieht beim 75-jährigen sowohl Flucht- als auch Verdunklungsgefahr. So habe laut Abendzeitung München die Gefahr bestanden, dass er Zeugen beeinflusst.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I gegen mehrere ehemalige P&R-Manager laufen bereits seit Mai. Jedoch sind von diesen inzwischen zwei verstorben.

Laut dem Leitenden Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst beläuft sich der Schaden durch die nicht existenten Container (finanzwelt berichtete) auf 1,5 bis zwei Mrd. Euro. Damit wäre es der größte Anlegerbetrug in Deutschland. Strafrechtlich relevant könnte zudem sein, dass P&R nur einem Bruchteil der Investoren Zertifikate über den Besitz eines bestimmten Containers ausgestellt hatte.

Dass Container fehlen war vermutlich schon viele Jahre bekannt (finanzwelt berichtete). (ahu)