Insolvenzverschleppung bei P&R?

Vermutlich befand sich P&R schon deutlich länger als bislang bekannt auf schwerer See / Foto: © lassedesignen - stock.adobe.com

Neue dramatische Entwicklung im Fall P&R: Laut einem Medienbericht verkaufte der Containerinvestor schon deutlich länger nicht-existente Container als bislang angenommen.

Bereits seit einigen Wochen ist bekannt, dass bei P&R die Zahl der tatsächlichen vorhandenen Container deutlich unter der Zahl der verkauften Container liegt. Es war auch bekannt, dass die Lücke schon seit mindestens 2010 bestand (finanzwelt berichtete). Wie das Handelsblatt gestern berichtete, habe P&R aber schon seit 2007 zunehmend die Einnahmen genutzt um „unter Täuschung der Neuanleger“ die Ansprüche von Altkunden zu bedienen. Das Blatt beruft sich auf ein Dokument der Insolvenzverwalter. So sei die Zahl der Container über Jahre hinweg konstant geblieben, obwohl immer mehr Verträge abgeschlossen worden seien. P&R habe ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch mit Gebrauchtcontainern gearbeitet. Das Management habe somit die Insolvenz fast zehn Jahre lang verschleppt und sich strafbar gemacht. (ahu)