Parallelen von PIM zu P&R?

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Der Betrugsverdacht gegen den Goldhändler PIM Gold erhärtet sich. Erinnerungen an den Fall P&R kommen hoch: Eine große Menge Gold, das eigentlich den Anlegern gehört, fehlt offenbar. Auch ist der Verdacht wohl älter als bislang bekannt.

In der vergangenen Woche durchsuchte die Staatsanwaltschaft Darmstadt die Geschäftsräume von PIM Gold in Heusenstamm südlich von Frankfurt. Der Vorwurf: gewerbsmäßiger Betrug (finanzwelt berichtete). Wie das Handelsblatt berichtet, stellte die Ermittler bei der Auswertung einiger Unterlagen fest, dass offenbar zwei Tonnen Gold fehlen, die eigentlich den Kunden gehören. Laut Handelsblatt wird PIM Gold vorgeworfen, neu eingeworbene Kundengelder in großem Umfang dazu eingesetzt zu haben, um Altanleger und die Provisionen der Vermittler zu bedienen. Den Kunden sei gesagt worden, dass ihr Geld im Altgoldhandel verwendet würde und sie an den Erträgen eines „Gold-Recyclingkreislaufs“ beteiligt würden und die geschlossenen Verträge hätten Vermögensanlagen geähnelt. Das erworbene Gold soll in Tresoren gelagert werden. Aufgrund der Verträge hätten dort 3,8 Tonnen Gold liegen müssen. Von diesen wären 2,11 Tonnen separat gelagert gewesen. Bereits im Juli hätten Ermittler die Geschäftsräume von PIM Gold durchsucht. Bei dieser Durchsuchung, die erst jetzt öffentlich bekannt wurde, hätte die Behörde aber nur 215 kg Fein- und 13 kg Altgold gefunden. Somit betrage die Differenz fast 1,9 Tonnen.

Die Verteidigung des PIM Gold-Geschäftsführers, gegen den sich die Vorwürfe richten, wies die Vorwürfe zurück.

Der Fall des fehlenden Goldes ruft Erinnerungen an den Fall P&R hervor, wo zwischen der Zahl der offiziell an Anleger vertriebenen und tatsächlich existenten Container eine Differenz von über 1 Mio. Stück liegt (finanzwelt berichtete). (ahu)