Makler-Software vom anderen Stern

Foto: © blau direkt

In Sachen Technologie bewegt sich der Maklerpool blau direkt seit längerem in einer anderen Sphäre. In ihrem neuesten Coup, dem Start-up „deeplico”, sprechen die Macher von „Alien-Technologie”. finanzwelt sprach mit den Gründern Oliver Pradetto, COO von blau direkt und Uwe Redler, CEO von deeplico.

finanzwelt: Sie haben vor einem Jahr zusammen deeplico als Start-up gegründet. Wie ist es dazu gekommen?
Oliver Pradetto» Ich hatte gar nicht mitbekommen, was Uwe da gemacht hat. Ich wusste schon, dass er überraschend erfolgreich war und ich wusste auch, dass er seine Umsätze im Internet generiert, aber von seiner Software hatte ich exakt nichts mitbekommen. Uwe hat seine Software dann mal im Kollegenkreis einer unserer Erfolgstrainingsgruppen vorgestellt. Von da an hat es sich rumgesprochen und schließlich hat mich Mario Strehl, unser Trainer, angerufen. Mario ist selbst Makler und ein brillanter Verkäufer. Ich kenne keinen, der so eine gute Nase dafür hat, was im Verkauf funktioniert. Deswegen hab ich direkt bei Uwe angerufen und mir seine Software zeigen lassen. Ich war sofort begeistert.

finanzwelt: Und dann haben Sie gemeinsam eine Firma gegründet?
Uwe Redler» Ich hatte das Programm für mich gebaut und es war natürlich toll, dass es meine Kollegen so begeistert hat, aber andere Makler haben andere Zielgruppen. Da muss man die Software erstmal so ausbauen, dass sie auch für jeden funktioniert. Das kostet Geld und dann brauchst du mehr Programmierer. Da hast du dann keine Zeit mehr, Support zu machen oder Rechnungen zu schreiben. blau direkt ist seit Jahren Technologiemarktführer. Die wissen genau, was sie tun und wie sie es tun müssen, damit man eine Software auch über viele tausend Makler skalieren kann. Da hatte ich technische Ansprechpartner, um neue Ansätze zu diskutieren, wenn es besondere Probleme zu lösen galt. Und natürlich hilft auch deren Logistik, um die Softwarelizenzen zu verkaufen. Vielleicht hätte ich woanders mehr Geld bekommen, aber blau direkt hat eben auch Know-how und die Organisationsstruktur eines Softwarehauses. Das verkürzt die ‚Time-to-Market‘ drastisch.
Pradetto» Dass wir uns engagiert haben, war keine Entscheidung gegen andere Pools. Ich habe einem ebenfalls interessierten Poolchef-Kollegen damals angeboten, mit uns im Start-up einzusteigen. Das wollte er aber nicht. Er wollte das nur allein oder gar nicht. Auch jetzt kann jeder interessierte Pool oder Vertrieb Lizenzen kaufen, sogar mit Vorzugskonditionen. Wir wollten das Projekt für unsere Makler vorantreiben, nicht es anderen vorenthalten.

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