Kleine sind transparenter

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Je weniger Kunden eine Lebensversicherung hat, desto leichter kann sie diese informieren. Diesen Schluss lässt eine Untersuchung von Partner in Life zu. Insgesamt besteht auf dem Markt in Bezug auf die Transparenz aber noch deutlich Luft nach oben.

Das Analysehaus Partner in Life S.A. (PiL) hat stichprobenartig die diesjährigen Standmitteilung von Lebensversicherungen untersucht und dazu mehr als 3.000 Exemplare ausgewertet. Aus der Untersuchung geht hervor, dass insgesamt 40 % der Marktteilnehmer ihren Kunden sehr gute bis gute Informationen zu ihrem Rückkaufwert ihrer Ablaufleistungen und ihren sonstigen Vertragsdaten zur Verfügung stellen. Besonders auffällig ist, dass gerade kleinere Gesellschaften ihre Kunde sehr umfassend informieren. So befinden sich unter den 26 besten Gesellschaften 23 Versicherer, deren Bestände an kapitalbindenden Lebens- und Rentenversicherungen (nach Deckungsrückstellungen) weniger als 3 % des Kapitalmarktes ausmachen. Die Ausnahme bilden hier die AachenMünchner, die Proxalto (Nachfolgegesellschaft der Generali) und die Debeka, die als einzige der transparentesten Gesellschaften mehr als 3 % Marktanteile aufweisen. Am transparentesten sind die Provinzial Nordwest, die VGH und die Mecklenburgische.

Alle Ergebnisse sehen Sie in der folgenden Grafik.

„Wir freuen uns sehr, dass die regulatorischen Vorgaben und das Medieninteresse an diesem Thema greifen und viele Verbraucher inzwischen einen guten Überblick von ihrer Versicherungsgesellschaft über die Wertentwicklung ihrer Altersvorsorge erhalten“, so Dean Goff, Vorstand von PiL. „Wir haben an den jährlichen Standmitteilungen der Gesellschaften in den letzten Jahren regelmäßig umfangreiche Transparenzkriterien angelegt und gehen in diesem Jahr nun dazu über, die Vorbilder der Branche zu zeigen.“

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