Es ist die private Wirtschaft – Dummkopf!

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Daniel Zindstein

Der Vormarsch der vermeintlichen Populisten wird medial sehr kritisch begleitet. Im Gegensatz dazu werden die wirtschaftlichen Aspekte dieser Entwicklung sowohl in Großbritannien als auch in den USA von den Aktienmärkten und der Wirtschaft positiv goutiert. Wer es schafft, die Investitionsbereitschaft der privaten Wirtschaft zu beleben, wird am Ende auch über einen besseren Arbeitsmarkt, höhere Steuereinnahmen und sinkende Schuldenquoten verfügen. Egal ob die Regierenden dem linken, rechten oder sonst einem Lager zugeordnet werden. Ganz im Sinne des Zitates von Bill Clinton „It´s the economy, stupid!“

 Wieso, so fragen sich viele Kommentatoren, Volkswirte und Politiker, geht die Stimmung in der Wirtschaft und an der Börse in Großbritannien und den USA nicht runter, sondern rauf, wo doch dort offensichtlich nun Befürworter der Renationalisierung, der Abschottung, der Liberalisierung und De-Regulierung den Ton angeben? Warum plötzlich die fast schon euphorische Nominierung eines republikanischen Präsidentschafts-Kandidaten namens Francois Fillon in Frankreich, obwohl dieser sich die Abschaffung der 35-Stunden-Woche, die Reduzierung der Staatsquote, die Streichung von 500.000 Stellen im öffentlichen Dienst sowie massive Deregulierung im Arbeitsmarkt auf die Fahnen geschrieben hat? Eigentlich undenkbar in einem Land, dass die höchste Staatsquote der OECD-Länder aufweist, zentralistisch regiert wird und über Gewerkschaften verfügt, die, wie kaum eine andere Organisation in der westlichen Welt, radikal und militant ihre Interessen durchzusetzen weiß.

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