Es geht um viel Geld

Foto: © VanHope - stock.adobe.com

Um den Immobilientraum realisieren zu können, leihen sich Deutsche immer mehr Geld von Banken und Sparkassen. Des Weiteren steigt der Beleihungsauslauf sukzessive an. Nötig ist dies vor allem, da das Immobilienangebot knapp und die Preise hoch sind. Anknüpfend daran hat die Immobilie gegenüber klassischer Geldanlagen angesichts aktuell niedriger Zinsen an Bedeutung gewonnen. Umso wichtiger wird an dieser Stelle die Aufgabe des professionell aufgestellten freien Immobiliardarlehensvermittlers.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) vor wenigen Wochen berichtete, wurden 285.900 neue Wohnungen im letzten Jahr fertiggestellt. Dies sind 1.100 Wohnungen mehr als in 2017 (ein Plus von 0,4 %). Die Baugenehmigungen sind stattdessen in gleichem Zeitraum um 0,3 % auf 346.800 Wohnungen gefallen. Die Entwicklung reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Fehlende bzw. zu teure Grundstücke, in Verbindung mit zahlreichen regulatorischen Anforderungen und seit Jahren steigenden Baukosten, werden mutmaßlich auch künftig dafür sorgen, dass das anvisierte Ziel der Bundesregierung (innerhalb der Legislaturperiode 375.000 neue Wohnungen und Eigenheime pro Jahr) mutmaßlich nicht erreicht werden kann. Sollten sich Neubauzahlen nicht deutlich positiv verändern, wird sich die Lage rund um den bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten grundsätzlich verschlechtern.

Bedarf und Preise hoch

Parallel hierzu ist bereits heute die Nachfrage nach Immobilien sehr hoch. Einerseits bleibt die Immobilie in Zusammenhang mit dem anhaltenden Niedrigzins und mangels Anlagealterativen als Kapitalanlage sehr gefragt. Andererseits ist der Markt stark von Eigennutzern geprägt, die sich aufgrund der günstigen Finanzierungszinsen den Wunsch von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen. Hierbei stellen immer mehr Immobiliensuchende fest, dass der Kaufpreise in etlichen Regionen und speziell in „guten Lagen“ deutlich angestiegen ist. So kommt eine Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) u. a. zum Resultat, dass die Preise für Einfamilienhäuser zwischen 2013 und 2018 quer über alle Regionen deutlich gestiegen sind: in der Spitze um bis zu 93 %! Exemplarisch wird in der Studie der Fall von einem Einfamilienhaus in Augsburg genannt, das im Jahr 2013 für 200.000 Euro gekauft und fünf Jahre später für 350.000 Euro veräußert wurde. Auch andere Datenquellen belegen diese Entwicklung. Zahlen für die Stadt Mainz zeigen z. B., dass der durchschnittliche Kaufpreis für eine 100m² Wohnimmobilie dort aktuell bei rund 3.985 Euro/m² liegt. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 stand der Wert bei 3.326 Euro/m². Etliche Immobilienexperten prognostizieren in diesem Zusammenhang, dass die Preise spezielle in guten Lagen weiter steigen werden – wenn auch mutmaßlich nicht mehr so dynamisch wie zuletzt. Von der rasanten Preisentwicklung betroffen sind aktuell speziell Regionen, die gut an eine Großstadt angebunden sind.

Wie die Baufinanzierung in Deutschland aufgestellt ist, erfahren Sie auf Seite 2