Assistenzsysteme steigern Schadensbilanz

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Aufgrund elektronischer Assistenzsysteme gibt es zwar weniger Unfälle, aber wenn es kracht, dann wird es inzwischen deutlich teurer. Diese und viele weitere Erkenntnisse liefert der große Karambolage-Atlas von Generali.

Zu Jahresbeginn waren in Deutschland 47,7 Mio. Autos zugelassen. Jeder zweite Deutsche ist damit statistisch gesehen Autobesitzer. Leider gibt es immer wieder Situationen, dass sich PKW näherkommen als beabsichtigt. So geht aus dem aktuellen Karambolage-Atlas der Generali hervor, dass im vergangenen Jahr auf 100 Fahrzeughalter 9,1 Schäden kamen. Im Schnitt wurde damit ein Schaden von ca. 2.350 Euro verursacht. Damit liegen die durchschnittlichen Schadenskosten um ca. 50 Euro höher als noch zwei Jahre zuvor, jedoch war damals die Schadenshäufigkeit mit 11,7 Schäden pro 100 Fahrzeughalter etwas höher. Inzwischen wird bei jedem dritten Unfall ein Schaden von mehr als 2.500 Euro verursacht, zwei Jahre zuvor war das nur bei jedem vierten Schaden der Fall. Zudem ist der Anteil der Schäden in diesem Bereich seit 2017 um mehr als 5 Prozentpunkte gestiegen. „Es sind immer mehr Autos mit Assistenzsystemen und technischen Hilfsmitteln auf unseren Straßen unterwegs. Entsprechend werden viele der kleineren Unfälle, beispielsweise beim Ein- und Ausparken, verhindert. Entsteht dann aber doch ein Schaden, sorgen die Reparaturen der teuren Hilfsvorrichtungen für höhere Kosten“, erklärt Roland Stoffels, im Vorstand der Generali Deutschland AG für Kfz- und Sachversicherungen verantwortlich.

Die höheren Schadenssummen sind auch auf andere Ursachen zurückzuführen. So entstehen ca. 28 % aller registrierten Schäden an verbautem Glas oder Scheinwerfern. „Glasschäden konnten vor einigen Jahren noch relativ günstig repariert werden. Heute müssen Frontscheiben meist komplett ausgetauscht werden. Damit verbunden ist oft eine teure und erneute Einrichtung der verschiedenen modernen Assistenzsysteme“, so Roland Stoffels. Die häufigsten Schäden waren Haftpflicht-Sachschäden mit 34,8 %.

Premium-Marken sind Schadenssieger

Am häufigsten in Unfälle sind Fahrzeugen von Premium-Marken verwickelt. So erlitten von 100 zugelassenen BMW 14,4 einen Schaden, bei Audi waren es 14,1. Bei den Haftpflicht-Sachschäden liegt Mercedes mit 4,5 % Schadenshäufigkeit vor Audi. Am seltensten in Schadensfälle waren Skoda-Fahrer verwickelt: Diese weisen eine Schadenshäufigkeit von gerade einmal 4 % auf. Bezüglich der Motorisierung sind vor allem Autos zwischen 100 und 150 PS in Unfälle verwickelt. So entfallen auf diese Leistungsklasse 46 % aller regulierten Schäden, 2 Prozentpunkte weniger als noch vor zwei Jahren. Bei den Autos über 150 PS hat die Schadenshäufigkeit um einen Prozentpunkt zugenommen.

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