Klein aber fein

26.02.2020

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Steffen Hipp ist der Meinung, dass in diesem Jahr in A-Städten und an Hochschulstandorten die Nachfrage nach Mikroapartments weiter steigen wird, was er zum einen mit den steigenden Studierendenzahlen begründet. „Gemäß dem Statistischen Bundesamt vom 27.11.2019 liegt die Zahl der Studierenden an deutschen Hochschulen auf einem neuen Höchststand. Im Wintersemester 2019/2020 sind rund 2,9 Mio. Studentinnen und Studenten immatrikuliert. Das entspricht einer Zunahme um 1,0 % im Vorjahresvergleich und sogar um 37 % im Zehnjahresvergleich.“ Die steigenden Studierendenzahlen werden auch nicht durch den demografischen Wandel ausgebremst, denn zum einen kommen immer mehr ausländische Studierende nach Deutschland, zum anderen besuchen immer mehr Schüler weiterführende Schulen: So hat sich die Studienberechtigtenquote in Deutschland zwischen 1980 mehr als verdoppelt und liegt inzwischen bei 51 %.

In Deutschland steigt aber nicht nur die Zahl der Studierenden, sondern auch die der Stadtbewohner – zu Lasten vieler ländlicher Regionen. „Der aktuelle Bericht über Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2019/2020 der GDW zeigt auf, dass ca. 30 % der Kreise und kreisfreien Städte seit 2010 zunehmend Einwohner verloren haben. Folglich ist die Leerstandsquote in diesen Städten sukzessive gestiegen, während in den Großstädten die Zunahme nach Wohnraum stetig wuchs“, erläutert Steffen Hipp, warum auch der zunehmende Urbanisierungstrend die Nachfrage nach Mikroapartments antreibt, ebenso wie die Bevölkerungszuwanderung. Laut Juliane Mann spielt der Assetklasse Mikroapartments auch noch ein weiterer gesellschaftlicher Trend aktuell den Mikroapartments in die Hände. „Der allgemeine Trend geht immer mehr zu Ein-Personen-Haushalten. Kompakter bezahlbarer Wohnraum in zentralen Lagen ist stark nachgefragt. Aufgrund dieser guten Vermietbarkeit sind Mikroapartments sehr interessant für Investoren.“ Das Interesse von Kapitalanlegern wird durch die Studie „Mikroapartments – Ein neuer Stern am Immobilienmarkt“ des Immobilienberatungsunternehmens Cushman & Wakefield untermauert: Demnach hat sich das Transaktionsvolumen für Mikroapartments in Deutschland zwischen 2017 und 2018 um satte 85 % auf 1,5 Mrd. Euro erhöht. Ein weiterer wesentlicher Faktor, der ebenfalls die Nachfrage nach Mikroapartments fördert, ist die zunehmende räumliche und berufliche Flexibilität: So sind die kleinen Wohnungen auch bei Wochenendpendlern und Projektarbeitern, die sich nur kurz in der Stadt aufhalten, beliebt – schließlich können sich diese damit immer wieder den stressigsten Teil des Umzuges ersparen. (ahu)