Keine Zinswende

Stephan Scharfenroth / Foto: © Baufi 24

Gute Nachrichten für Häuslebauer: Die Zinsen bleiben auf einem Rekordtief. Dies sollte allerdings nicht zu Unvorsicht bei der Baufinanzierung verleiten.

Die Zinsentscheidung der EZB vergangene Woche war gar keine, denn Europas oberste Währungshüter haben entschieden, den Leitzins auf dem historisch niedrigen Niveau von null Prozent zu belassen. „Ein deutlicheres Zeichen für das anhaltend niedrige Zinsniveau gibt es nicht. Auch wenn letztes Jahr zwischenzeitlich schon das Gespenst von steigenden Zinsen beschrieben wurde, aktuell spricht nichts für ein signifikant ansteigendes Zinsniveau“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24  „Die aktuelle Entwicklung in Europa deutet nicht auf einen Paradigmenwechsel der Zinspolitik hin“, so Scharfenorth weiter.

Besonders erfreut dürften besonders diejenigen sein, die planen, bald in den eigenen vier Wänden zu wohnen, denn Neu- und Anschlussfinanzierungen bei Baufinanzierungen bleiben durch die EZB-Entscheidung weiterhin äußerst attraktiv. Dennoch ist Vorsicht geboten: Wird die Tilgung zu niedrig gewählt, drohen sehr lange Laufzeiten“, warnt Scharfenorth. Denn je geringer die monatliche Rate, desto geringer der Tilgungsanteil und länger die Gesamtlaufzeit. „Wir empfehlen gerade jetzt mindestens drei, besser vier oder fünf Prozent Tilgung und zusätzlich regelmäßige Sondertilgungen einzuplanen“, so Scharfenorth.

Die günstigen Konditionen halten die Nachfrage nach Immobilien weiterhin hoch. Dennoch müssen Interessierte die Preise genau prüfen, besonders in den Ballungsgebieten: „Eine zu teuer gekaufte und günstig finanzierte Immobilie kann sonst schnell zum finanziellen Desaster führen, wenn sich nur ein Parameter im Finanzierungsplan verschiebt“, so Scharfenorth. Deshalb ist auch in Zeiten niedriger Zinsen eine genau Kalkulation wichtig. (ahu)

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