Wohnungsmarkt von Corona unbeeindruckt

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Im dritten Quartal sind deutschlandweit die Kaufpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen stärker gestiegen als zuvor, besonders in den großen Metropolen. Das zeigt eine Auswertung der VALUE AG.

Käufer gebrauchter Eigentumswohnungen mussten im dritten Quartal im deutschlandweiten Durchschnitt 4,2 % mehr bezahlen als ein Quartal zuvor. Die stärksten Preisanstiege gab es in Frankfurt und Hamburg mit 7,1 % und 6,8 % zu verzeichnen. Deutlich moderater verlief die Preisentwicklung in den anderen A-Städten: So liegen Köln und Düsseldorf mit 3,9 % auf einem Niveau. In Stuttgart betrug der Preisanstieg 2,7 %, in München 1,6 % und in Berlin gerade einmal 1,2 %. Das zeigen die aktuellen VALUE Data Insights, die auf Basis von Angebotsdaten der empirica-systeme Marktdatenbank erstellt wurde.

Kaufpreisentwicklung (Median, Wohnungen ohne Neubau) in den Top-7 Märkten im Vergleich zum Vorquartal und Vorjahresquartal

„Auch die Angebotsmieten für Wohnungen im Bestand – kein Neubau – bewegen sich bundesweit wieder etwas stärker als in den Vorquartalen. Sie stiegen im 3. Quartal um 2 % im Vergleich zum Vorquartal und setzen damit einen leichten Wachstumsimpuls“, berichtet Sebastian Hein, der das Immobilienmarktdaten-Team bei der VALUE AG leitet.

Unterschiedliche Entwicklung bei Mieten

Bezüglich der Entwicklung der Mieten gibt es unter den sieben A-Städten drei unterschiedliche Gruppen: Einmal Berlin und München, wo die Mieten um 0,5 % bzw. 0,7 % gefallen sind, dann Düsseldorf und Hamburg, wo die Mieten gegenüber dem Vorquartal gleich geblieben sind, dann Stuttgart, Frankfurt und Köln, wo Mietanstiege von 0,8 %, 1,1 % bzw. 2,5 % zu verzeichnen waren. Bei einer Betrachtung des gesamten Jahres liegen in sechs A-Städten die Mietsteigerungen über dem Bundesdurchschnitt von 3,2 %. Die einzige Ausnahme hierbei bildet Berlin.

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