Wird P&R ein zweites Magellan?

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Nach Informationen von Fonds professionell hat der Containeranbieter P&R  seine Berater aufgefordert, keine weiteren Verträge mehr abzuschließen. Dabei werden ungute Erinnerungen an die Magellan-Pleite wach.

“Aus aktuellem Anlass hat sich die Geschäftsleitung dazu entschlossen, die laufenden Angebote mit sofortiger Wirkung aus dem Vertrieb zu nehmen und den Vertrieb der Produkte einzustellen”, zitiert Fonds professionell P&R-Geschäftsführer Martin Ebben. Erst vor wenigen Tagen hatte das Magazin über Zahlungsschwierigkeiten bei mehreren P&R Angeboten berichtet. Damals erklärte P&R, dass die fälligen Mieten und Rückkäufe bis zum 15. bzw.- 20- März vollständig geleistet werden sollen.

Bei den eingestellten Produkten handelt es sich um die Angebote Nr. 5005 und 6005. Während sich laut Online-Ausgabe von Stiftung-Warentest das Angebot Nr. 5005 an Privatanleger richtet, ist das Angebot Nr. 6005 ein Private Placement, bei dem Investoren mindestens 98 Container hätten abnehmen müssen, was eine Investition von 200.000 Euro bedeutet hätte. Laut Online-Ausgabe von Stiftung Warentest hätten sich bereits im vergangenen Sommer gewisse Unregelmäßigkeiten angedeutet.

Über das genaue Ausmaß der Zahlungsschwierigkeiten ist nichts bekannt, weitere Informationen sollen in Kürze folgen.

Der Fall von P&R zeigt Parallelen zur Magellan-Pleite im Frühjahr 2016. Auch diese hatte mit Zahlungsschwierigkeiten gegenüber den Anlegern begonnen.

Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von der Münchner Kanzlei Peres & Partner warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. Da die Situation dennoch bislang völlig unklar ist, hat er eine Vermittlergemeinschaft für Vermittler der P&R Container gegründet. Diese solle ermöglichen, Informationen auszutauschen und zu bündeln.

Wir werden für Sie am Ball bleiben und über die weitere Entwicklung berichten. (ahu)

Eine Einschätzung von Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek zu dem Fall finden Sie hier.