“Wir reagieren auf ein Bedürfniss des Marktes”

André Wreth, Geschäftsführer Solvium Capital / Foto: © Solvium Capital

Solvium Capital ist bekannt als Anbieter von Vermögensanlagen in Container und Wechselkoffer. Jetzt plant das Unternehmen, seinen ersten Alternativen Investmentfonds in den Markt zu bringen. Die finanzwelt sprach mit Geschäftsführer André Wreth.

finanzwelt: Herr Wreth, Solvium ist bekannt als Anbieter von Vermögensanlagen in Container und Wechselkoffer. Warum planen Sie, zusätzlich einen Alternativen Investmentfonds anzubieten?

André Wreth: Ganz einfach, weil manche Kunden und Vertriebspartner sich genau diese Art der „Verpackung“ für Logistiksachwerte wünschen. Für sie ist das Sicherheitskonzept der Alternativen Investmentfonds attraktiv. Die verteilte Zuständigkeit von regulierter und behördlich überwachter Kapitalverwaltungsgesellschaft und Verwahrstelle sowie uns als Asset Manager wiegt für sie die Einbuße an Rendite gegenüber Vermögensanlagen auf. Kurz gefasst könnte man sagen: Die Anleger lassen sich diese gewünschte Sicherheit etwas kosten. Aber keine Sorge, der kommende Alternative Investmentfonds wird trotzdem sehr attraktive Ausschüttungen an die Anleger vorsehen.

finanzwelt: Warum sind Sie nicht schon früher gestartet, das Konzept des Alternative Investmentfonds gibt es ja schon ein paar Jahre?

Wreth: Zunächst einmal hatte der Gesetzgeber unsere Direktinvestments 2015 mit dem Kleinanlegerschutzgesetz als Vermögensanlagen qualifiziert und reguliert. Insofern haben wir uns im Rahmen dieser gesetzlichen Vorgaben daran gemacht, den Anlegern so viel Rendite wie möglich bei gleichzeitig möglichst kurzen Laufzeiten zu bieten. Deshalb haben wir auch im letzten Jahr eine Namensschuldverschreibung auf den Markt gebracht. Mit dieser rechtlichen Verpackung können wir sehr flexibel auf die Märkte reagieren und sich ergebende Chancen wahrnehmen. Wir werden das auch weiter machen, weil die Nachfrage ungebrochen ist und weil die Chancen weiter da sind. Wir wissen aber auch, dass viele tausend freie Vermittler und Banken Ihren Kunden keine Vermögensanlagen anbieten (können). Sie bevorzugen Sachwertinvestments im Rahmen eines Alternativen Investmentfonds. Er gilt ja als sogenanntes „vollreguliertes“ Produkt, das ist für viele Markteilnehmerattraktiver bzw. Vertriebsvoraussetzung.

finanzwelt: Man könnte also sagen, Sie haben dem Druck des Marktes nachgegeben?

Wreth: Wir sehen das gar nicht so defensiv. Wir reagieren eigentlich immer auf den Markt, hören auf unsere Vertriebspartner und Kunden. Wenn wir zur Überzeugung gelangen, dass wir deren Bedürfnisse abdecken können, dann machen wir das. Zugegeben war es für uns und unsere Berater ein langwieriger Prozess, denn Container und Wechselkoffer in einen Alternativen Investmentfonds zu packen, ist sehr anspruchsvoll.

Welche Herausforderungen bei der Konzeption des AIF zu bewältigen waren, lesen Sie auf Seite 2