Wieder in der Gewinnzone angekommen

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Die Ernst Russ AG hat den zahlreichen Verwerfungen im ersten Halbjahr erfolgreich getrotzt und in vielen Geschäftszahlen Zuwächse erzielt. Zudem konnte bei einer wichtigen Kennzahl wieder der positive Bereich erreicht werden. Das Unternehmen fokussiert sich verstärkt auf einen bestimmten Geschäftsbereich.

Mit 1,8 Mio. Euro lag das Betriebsergebnis der Ernst Russ AG im ersten Halbjahr um 2,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Auch das Konzernperiodenergebnis erhöhte sich auf 1,8 Mio. Euro. Damit konnte auch das Eigenkapital gestärkt werden, das mit 70,3 Mio. Euro um 1,6 Mio. Euro höher lag als zum Jahresende 2019. Damit stieg die Eigenkapitalquote um 2,3 Prozentpunkte auf 48,5 %. Die Konzernliquidität stieg um 3,3 Mio. Euro auf 13,3 Mio. Euro. Grund hierfür waren diverse Desinvestitionen, vor allem im Bereich der Wohnprojekte. Die Veräußerung geschahen zum Beginn des Geschäftsjahres entsprechend der Fokussierung auf das Segment Shipping.

Zum 30. Juni hat das Unternehmen 70 Container-, Tanker- und Bulkschiffe sowie weitere Assets mit einem Gesamtvolumen von ca. 1,9 Mrd. Euro betreut. Die ER Gruppe ist bei 28 Schiffen maßgeblich beteiligt, wovon 14 zum Konsolidierungskreis der ER Gruppe gehören. Dieses Beteiligungsportfolio setzt sich überwiegend aus Containerschiffen der Größenklassen von 700 bis 4.250 TEU zusammen, ergänzt um einen Handysize-Bulker mit 38.000 dwt und eine Ro-Ro-Fähre.

„Das Segment Shipping weiterzuentwickeln bleibt unser vorrangiges Ziel. Dabei wollen wir unsere Flotte kontinuierlich ausbauen und uns zu einem führenden „Tonnage-Provider“ der internationalen Schifffahrtsbranche entwickeln“, erläutert Robert Gärtner, Vorstand der Ernst Russ AG. „Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage derzeit auf der Sicherung der Liquidität.“ (ahu)