Wie sollten sich Investoren jetzt positionieren?

Armin Sabeur (CFA), Vorstand und Portfolio-Manager bei OPTINOVA / Foto: © OPTINOVA

In volatilen Marktphasen können prognosefreie Strategien besonders überzeugen. Investoren mit strikt regelbasierten Value-Ansätzen werden den nächsten Aufschwung deshalb nicht verpassen.

Das Corona-Virus hat in den letzten Wochen große Turbulenzen an den Aktienmärkten verursacht und die Volatilität ist bei abstürzenden Kursen zwischenzeitlich auf historische Höchststände angestiegen. Der weitere Verlauf der Pandemie sowie ihre ökonomischen Folgen sind noch kaum absehbar, und so stellen sich insbesondere institutionelle Investoren, die die Entwicklung an den Kapitalmärkten im Gegensatz zu dem ein oder anderen Privatanleger natürlich nicht für eine gewisse Zeit ausblenden können, die Frage nach der jetzt richtigen Aufstellung. Dabei kann durchaus die Versuchung bestehen, die Erholung der vergangenen Woche dazu zu nutzen, sich mit einem erleichterten Seufzer von einem Teil der noch verbliebenen Aktienpositionen zu trennen, um das Depot auf diese Weise vor einem erneuten Test der Tiefstände zu schützen. Unter Berücksichtigung menschlicher Verhaltensmuster wäre dies sicherlich eine mehr als verständliche Vorgehensweise.

Streng regelbasiert heißt das Gebot der Stunde

Gerade wer Verantwortung für die Finanzen von Pensionskassen und Stiftungen oder andere konservativ ausgerichtete Vermögensmandate trägt, muss aber stets den langfristigen Kapitalerhalt im Auge behalten. Emotionale Faktoren stellen an dieser Stelle die größte Gefahr dar. Um sie auszuschalten, sollten sich Anlageentscheidungen grundsätzlich an eindeutigen und nachvollziehbaren Regeln orientieren, deren Umsetzung konsequent und systematisch erfolgen muss.

Wann wieder neue Höchsstände erreicht werden könnten, lesen Sie auf Seite 2