Was sagt das hohe Niveau wirklich aus?

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Beim Investieren auf das Thema Nachhaltigkeit zu achten: Dazu haben sich mehrere tausend verschiedene Finanzmarkakteure verpflichtet und lassen sich diesbezüglich auch prüfen. Die Ratingagentur Scope übt jedoch Kritik an der Methodik und den Publizitätsgepflogenheiten.

Der Club der nachhaltigen Unternehmen im Bereich der Finanzanlage ist deutlich gewachsen: Nachdem im Jahr 2006 die Initiative Principles for Responsible Investment (PRI) mit 63 Unterzeichnern gestartet ist, waren es Ende Juni bereits 2.470 Unternehmen, die sich der Initiative angeschlossen haben. Entwickelt wurden die Prinzipien für Verantwortliches Investieren von einer Gruppe institutioneller Investoren in Partnerschaft mit den Vereinten Nationen. Die sechs Grundsätze sollen als Leitlinien für die Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien bei Anlageentscheidungen dienen.

Auch in diesem Jahr ist die Mitgliederzahl der Initiative deutlich gewachsen: So waren gab es Ende 2018 weltweit noch 1.950 Unterzeichner, die ein Gesamtvermögen von knapp 82 Billionen US-Dollar verwalteten. Das entspricht bezüglich der Anzahl der Unterzeichner einen Zuwachs um 14 % und bei den Assets under Management um 19 % gegenüber dem Vorjahr.

Europa dominiert

Von PRI-Unterzeichnern stammen ca. 55 % aus Europa, gefolgt von Nordamerika, wo jeder vierte Unterzeichner beheimatet ist. Von den PRI-Unterzeichnern sind 70 % Vermögensverwalter, knapp 18 % Kapitalanleger und 12 % Finanzdienstleister.

Auch 60 deutsche Vermögensverwalter sind der PRI-Initiative beigetreten. Die Pioniere waren hierbei Allianz Global Investors und die DWS Group, die seit 2007 bzw. 2008 Mitglieder sind. Zu den jüngsten deutschen Mitgliedern der Initiative gehören bspw. Shareholder Value Management, Flossbach von Storch, Patrizia Immobilien und Lloyd Fonds.

Warum die Überprüfung der Kriterien kritisch gesehen wird, lesen Sie auf Seite 2