Warum Gold in jedes Depot gehört

Rolf Ehlhardt

Kaum ein Investment teilt die Anleger so sehr wie das Thema Gold. Die Kritiker sehen darin eine Illusion oder lehnen es aufgrund des (nachweisbaren falschen) Zinsargumentes ab. Die Befürworter sehen darin eine Versicherung für den Fall der Fälle. Eines ist damit klar. Es ist eine langfristige Kapitalanlage. Als erwiesen gilt: Der Goldkurs reagiert auf Angst. Angst vor Krisen im System oder vor ausufernder Inflation. Beeinflusst wird die Preisbewegung noch durch die Entwicklung des US-Dollars. Mit einem stabilen Dollar erscheint die Welt in Ordnung, ein schwacher Dollar deutet auf einen Vertrauensverlust des „sicheren Hafens“ hin. Der Anleger sucht sich eine Alternative: Gold.

Der Investor hat nun die Aufgabe, problematische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Gefahr „zu früh“ im Gold investiert zu sein, ist nach meiner Meinung im Ernstfall geringer, als den Aufschwung zu verpassen. Zumal heute, da der Preis seit seinem Hoch in 2011 um mehr als ein Drittel korrigiert hat. Die aktuelle Schwächephase sind Kaufkurse.

Basis einer möglichen anziehenden Inflation ist unbestritten die Geldmenge. Unbestreitbar ist auch die Tatsache, dass die lockere Geldpolitik weltweit die Geldmenge überdimensional aufgebläht hat. Nachzuvollziehen durch einen Blick auf die Bilanzen der vier größten Notenbanken. Da gibt es auch nichts zu diskutieren. Weitere Voraussetzung für das Ansteigen der Inflationsrate ist, dass die Geldmenge in Umlauf kommt, das heißt der Konsum steigt kräftig an. Der Konsum ist zumindest aktuell zwar zu einer Stütze des Wachstums geworden. Aber alles ist noch im „grünen“ Bereich. Sollte der neue Präsident seine Ankündigungen wie zum Beispiel Steuersenkungen durchsetzen, muss mit Konsumwachstum gerechnet werden. Ein weiteres Warnsignal für steigende Inflationsraten. Gold wäre ein Schutz.

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