Wachstumsziele trotz Corona übertroffen

Dr. Stefan M. Knoll, CEO der Deutschen Familienversicherung / Foto: © Deutsche Familienversicherung

Im ersten Quartal hat die Deutsche Familienversicherung ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt und in einigen Kennzahlen höhere Werte erzielt als zunächst angestrebt. Vor allem die Sachversicherungssparte entwickelt sich immer mehr zu einer wichtigen Stütze.

Die DFV hat sich zum Ziel gesetzt, im ersten Quartal dieses Jahres 25.000 Neuverträge zu vermitteln. Mit 27.718 Verträgen, die zwischen Januar und März auf den Markt gebracht wurden, konnte dieses Ziel mehr als nur erreicht werden. Jedoch ist die Zahl der neuen Verträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 % gesunken. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass im ersten Quartal des Vorjahres allein 9.000 Verträge auf die neu hinzugekommene „HenkelCareflex“ entfielen. Wenn diese Verträge unberücksichtigt bleiben, stieg das Neugeschäft im ersten Quartal 2020 um 31,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zudem zeigt die Geschäftsentwicklung, dass sich das zum Börsengang gesetzte Vertriebsziel verstetigt, jedes Jahr 100.000 Neuverträge zu vermitteln.

Sachgeschäft gewinnt an Bedeutung

Ein wesentlicher Wachstumstreiber im Neugeschäft war im ersten Quartal dieses Jahres die Sachversicherungssparte: So wurden hier in den ersten drei Monaten 2020 7.031 Neuverträge vermittelt, sieben Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum, als noch 1.004 Neuverträge auf den Markt gebracht wurden. Der Zuwachs ist vor allem auf die im vergangenen Jahr neu eingeführte Tierkranken- und die die überarbeitete Haftpflichtversicherung zurückzuführen. Das neu generierte Prämienvolumen lag jedoch mit 8,6 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Ende März macht das Sachversicherungsgeschäft gemessen an den Stückzahlen bereits 25 % des gesamten Neugeschäfts aus, eine Steigerung um 15 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gemessen am Beitragsvolumen betrug der Anteil 21 %, 13 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Somit hat das Frankfurter InsurTech sein Ziel erfolgreich fortgesetzt, das eine angemessene Portfoliomischung aus Sach- und Krankenversicherung zu erreichen.

Zum Ende des ersten Quartals bekam die DFV auch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie zu spüren: So sanken einerseits die vom Unternehmen nicht selbst initiierten Suchanfragen auf Google und Bing. Andererseits brach aufgrund der weltweiten Reisewarnungen der Absatz der Auslandskrankenversicherung vollständig ein. „Unsere Vertriebsleistung ist auch in COVID-19-Zeiten eindrucksvoll. Der Online-Vertrieb hat im ersten Quartal sogar um 27 % zugelegt. Seit April beobachten wir jedoch eine leicht sinkende Online-Nachfrage nach Versicherungen, insbesondere bei Google und Bing. Wir können zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher beurteilen, wie das Marktumfeld in drei Monaten aussieht“, so Dr. Stefan Knoll, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Deutschen Familienversicherung.

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