Vor- und Nachteile verschiedener Immobilienbeteiligungen

Dominik Pederzani / Foto: © Linus Capital

Immobilien stehen bei Investoren hoch im Kurs. Doch die Bandbreite der Beteiligungsmöglichkeiten sind groß. Offene und geschlossene Fonds, REITs, Direktbeteiligungen, Club-Deals – die Auswahl des richtigen Projektes oder Projektpartners kann für potenzielle Anleger wahrlich eine Herausforderung sein.

Für die Wahl des passenden Immobilieninvestments spielen viele Faktoren eine Rolle. Anleger müssen entscheiden, wie aktiv sie in Projekte und deren Auswahl involviert sein möchten und welche Risiko- und Renditeanforderungen bestehen. Darüber hinaus sind komplexere Themen, wie etwa steuerliche Implikationen, zu berücksichtigen. Auch das Anlagevolumen hat erhebliche Auswirkungen auf die Wahl der möglichen Beteiligungsform.

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds bieten Investoren einen einfachen und schnellen Einstieg in die Welt der Immobilien. Sie eignen sich vor allem für Kleinanleger, die sich über die Fonds an einem gestreuten Immobilienportfolio (mindestens zehn Objekte laut KAGB) beteiligen können. Der Nachteil ist: Investoren in offenen Fonds haben keine Möglichkeit, Einfluss auf die Investmententscheidungen des Fonds auszuüben. Die Renditeerwartungen sind mit rund zwei bis drei Prozent recht konservativ.

REITs

Ein Real Estate Investment Trust oder REIT ist eine besondere, börsengehandelte Form des Immobilienfonds, über die sich Anleger meist an Bestandsimmobilien beteiligen. Sie bieten sich sowohl für erfahrene Investoren als auch für Kleinanleger an, da eine Beteiligung häufig ab wenigen Hundert Euro möglich ist. Als börsennotierte Wertpapiere sind REITs liquide und unterliegen den üblichen Veröffentlichungspflichten für Aktiengesellschaften. Sie eignen sich vor allem für Anleger, die sich passiv an Immobilien beteiligen möchten, da auch hier keine aktive Einflussnahme auf die Investmentscheidung möglich ist. In der Vergangenheit war die Performance von REITs allerdings starken Marktschwankungen unterlegen.

Geschlossene Immobilienfonds

Geschlossene Immobilienfonds eignen sich vor allem für erfahrene Privatanleger. Die Losgrößen sind mit Beträgen ab 5.000 Euro höher als die Mindestbeteiligungen offener Fonds und REITs. Zudem haben geschlossene Immobilienfonds ein viel weiteres Spektrum an Investitionsansätzen. Auch die die Performance geschlossener Immobilienfonds unterliegt größeren Schwankungen als die Kursentwicklung offener, börsengehandelter, Immobilienfonds. Ein wesentlicher Nachteil geschlossener Fonds ist, dass Anleger in der Regel keinerlei Einfluss auf die konkrete Investitionsauswahl nehmen können. Zum anderen ist das angelegte Kapital in der Regel für die Laufzeit des Fonds fest gebunden.

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