US Treuhand feiert Sieg in Dallas

US Treuhand vermeldet die erfolgreiche Fertigstellung des Victory Parks / Foto: © US Treuhand

Als Dirk Nowitzki 1998 zu den Dallas Mavericks kam, traute dem Basketballteam aus der texanischen Metropole wohl niemand zu, dass sie 13 Jahre später NBA-Champion würden. Ebenfalls eine, von vielen nicht erwartete, Erfolgsgeschichte kann die US Treuhand in Dallas vermelden – mit einem Projekt, das passender wohl kaum heißen könnte.

Die US Treuhand hat das Stadtentwicklungsprojekt „Victory Park“ in Dallas erfolgreich beendet und wird den Fonds „UST XVI Victory Park, Ltd.“ liquidieren. Beim „Victory Park“ wurden in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt auf einer ehemaligen Industriebrache ein Bürogebäude, ein Hotel, eine Vielzahl von Einzelhandelsflächen sowie Eigentumswohnungen errichtet. Von den ca. 3 Mrd. Dollar Gesamtinvestitionsvolumen kam knapp eine Milliarde Dollar aus dem Fonds der US-Treuhand.

Fast Opfer der Finanzkrise

Dass US Treuhand nun diesen Erfolg vermelden kann grenzt fast an ein Wunder. So basierte die Konzeption des Fonds besonders auf dem Bau und Verkauf von Eigentumswohnung, dem Marktsegment, das von der Finanzkrise am stärksten betroffen war. Sowohl renommierte Projektentwickler wie auch Immobilienexperten und Analysten gaben dem Projekt im Jahr 2009 keine Chance, weshalb sich der US-amerikanische Partner und Mitinvestor Hillwood, der die Projkektentwicklung operativ leitete, zurückzog. Wie es schien waren die Einlagen der Anleger der Fondsgesellschaft in Höhe von 180 Mio. Dollar verloren. Nicht von den Meinung der Experten abschrecken ließ sich US Treuhand-Gründer Lothar Estein, der das operative Geschäft der Projektentwicklung übernahm und weitere 20 Mio. Dollar seines Privatvermögens in die Fondsgesellschaft investierte. Zudem konnten die Kreditgeber von einer Umstrukturierung der bestehenden Darlehen überzeugt werden. Estein lud führende US-Experten für Stadtentwicklung nach Dallas ein und verhandelte mit seinem Team über Jahre intensiv mit der Stadt, die die Pläne zur Änderung der Infrastruktur zunächst ablehnend gegenüber stand. Für den Erfolg des Projekts war es jedoch notwendig, das Erscheinungsbild des Viertels komplett zu verändert. Dagegen wehrten sich auch die Dallas Mavericks und der Eishockey Club Dallas Stars, die beide ihre Heimspiele im American Airlines Center austragen  und gegen eine Änderung der Verkehrsführung waren. Im Grunde genommen waren es die schon 2009 formulierten Vorbehalte, dass das Projekt „Victory Park“ gescheitert sei, die in diesem Zuge immer wieder zu Felde geführt wurden.

Wie Anleger von dem erfolgreichen Projektabschluss profitieren können, lesen Sie auf Seite 2