Telematik-Rabatt für junge Autofahrer

Die Digitalisierung in der Assekuranz ermöglicht einen neuen Kundenservice. Der Versicherer AXA ermöglicht jungen Autofahrern über eine Telematik-App mittels Smartphone Rabatte zu sammeln.

2015-12-07 (fw/db) Der Versicherer AXA Deutschland bringt mit dem „AXA Drive Check“ das erste Telematik-Angebot in der Sparte Kraftfahrtversicherung, das auf App-Basis auf eine dauerhafte Erhebung der Fahrdaten verzichtet. Junge Fahrer bis einschließlich 25 Jahren können sich in einem selbstgewählten Zeitraum von maximal zwölf Wochen für einen Nachlass auf den laufenden Beitrag von bis zu 15 Prozent qualifizieren und ihre zu zahlende Versicherungsprämie über diesen speziellen Rabatt deutlich senken.

Smartphone zeichnet Fahrverhalten auf

Bei dem Telematik-Angebot sind keinerlei Umbauten am Fahrzeug erforderlich. Versicherte müssen auch keine Zusatzgeräte kaufen: Ein Smartphone reicht aus, um die App „AXA Drive“ nutzen zu können.

„Wir haben uns bewusst gegen die permanente Aufzeichnung von Daten entschieden. Die Erhebung der Daten über das Smartphone räumt Versicherten die Möglichkeit ein, frei zu entscheiden, ob und wann sie Fahrdaten teilen“, sagt Dr. Daniel Schulze Lammers, Leiter Kraftfahrt bei AXA.

Für das Durchlaufen des „AXA Drive Check“ müssen Kunden die App für 40 Einzelfahrten mit mindestens je drei Kilometern Fahrtstrecke nutzen. Die Gesamtstrecke muss mindestens 600 Kilometer betragen. Versicherte entscheiden selbst, ob sie ihr Endergebnis an AXA übermitteln, um sich für einen Beitragsnachlass zu qualifizieren.

„Wir sind überzeugt, dass junge Autofahrer ihren Fahrstil im Laufe einiger Wochen recht eindeutig zeigen“, ergänzt Schulze Lammers.

Die Kunden können in der App jederzeit transparent nachvollziehen, wie die Fahrten bewertet wurden.

Über sicherheitsorientiertes Fahren zum Rabatt

„Wir verzeichnen in der Altersgruppe der bis 25-Jährigen ein auffällig hohes Schadenaufkommen. Unser Ziel ist es, dass die Nutzung des Telematik-Angebotes das Bewusstsein für Verkehrssicherheit erhöht und ein finanzieller Bonus zusätzliche Anreize gibt. Denn es macht Spaß, sich über die App mit dem eigenen Fahrverhalten auseinanderzusetzen. Wir sind gespannt auf das Feedback der Nutzer und werden die App konsequent weiterentwickeln“, erläutert Schulze Lammers.

Unabhängig von der Einstufung des Fahrstils erhalten junge Kunden, die sich für das Telematik-Angebot entscheiden, einen Nachlass in Höhe von fünf Prozent auf ihren Beitrag. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Fahrverhalten erhalten sie Nachlässe in Höhe von maximal 15 Prozent. Das Telematik-Angebot kann von Fahrern bis einschließlich 25 Jahre in den Produktlinien ‚Komfort‘ und ‚Kompakt‘ genutzt werden.

Fahrweise wird transparent bewertet

Die App nutzt das GPS und den Beschleunigungssensor des Smartphones. Aus der Position und der Geschwindigkeit des Fahrzeugs werden vier Teilkriterien berechnet: Beschleunigung, Bremsen, Kurvenfahren sowie Geschwindigkeit. Aus diesen Teilkriterien wird unter Berücksichtigung der je Strecke gefahrenen Kilometer ein Wert berechnet. Dieser liegt zwischen null (schlecht) und einhundert (hervorragend).

Als hervorragend wird dabei eine an die Straßen- und Verkehrsverhältnisse angepasste Fahrweise angesehen. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, fließen zudem Wetter- und Verkehrslage in die Berechnung ein.

Datenschutz wird integriert

Die Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen hat Mitte 2015 Vorgaben an Telematik-Angebote definiert, dies wurde bei der Konzeption des AXA Angebots berücksichtigt.

„Mit der AXA Drive App erfüllen wir alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen, das schließt beispielsweise eine verschlüsselte Datenübertragung, eine umfassende Information der Nutzer über die Datenverarbeitung und eine zweckgebundene Datenerhebung und Anonymisierung der Daten ein“, sagt Experte Schulze Lammers.

AXA Deutschland als Versicherer werden zur Vertragsbearbeitung nur aggregierte Werte zur Verfügung gestellt. Fahrdaten, Aufenthaltsorte und Geschwindigkeitsübertretungen sind nicht Teil der aggregierten Daten. Strikt getrennte Datenkreise ermöglichen es, dass Fahrdaten und Registrierungsdaten separiert voneinander gespeichert werden.

finanzwelt-Fazit: Das Angebot für junge Fahrer belohnt sicherheitsorientiertes Fahren. Das Handy hilft dabei, darf aber für Gespräche nur über Freisprechanlagen eingesetzt werden. Aber das wissen die jungen Erwachsene hoffentlich, dass kommunizieren während des Fahrens vom Verkehr ablenkt.

Dietmar Braun