Rekordstand bei globalen Dividenden

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Die weltweiten Dividenden stiegen im vergangenen Jahr auf die Rekordsumme von USD 1,43 Billionen – ein Plus von 3,5 % auf absoluter (unbereinigter) Basis. Das geht aus dem aktuellen Janus Henderson Global Dividend Index hervor. Das bereinigte Wachstum, das den festeren US-Dollar, ungewöhnlich hohe Sonderdividenden und andere technische Faktoren herausrechnet, lag bei 5,4 %. Europa hinkt im Vergleich den anderen Kontinenten hinterher.

Die wichtigsten Beiträge dazu kamen aus Nordamerika, den Schwellenländern und Japan. Neue Rekordergebnisse für 2019 verzeichneten die USA, Kanada, Japan, Russland und – als einziges europäisches Land – Frankreich.

Dennoch stiegen die Dividenden im vergangenen Jahr wegen des schwierigeren weltwirtschaftlichen Umfelds so langsam wie seit 2016 nicht mehr. Die asiatisch-pazifische Region ohne Japan, das Vereinigte Königreich (UK) und Europa (ohne UK) hinkten dem globalen Durchschnitt hinterher. Auf Sektoren bezogen verzeichnete der Ölsektor mit einem Dividendenplus von etwa 10 % das kräftigste Wachstum, während die Ausschüttungen im Telekommunikationssektor fielen.

Der Trend der drei Vorquartale setzte sich im 4. Quartal fort. Das Dividendenwachstum in Nordamerika verlor allerdings etwas an Schwung, bedingt durch die schwächere Gewinnentwicklung der Unternehmen. Die globalen Dividenden stiegen im 4. Quartal um 4,6 % auf die Rekordsumme von USD 291,8 Milliarden, was einem bereinigten Plus von 4,8 % entsprach.

Im zurückliegenden Jahrzehnt sind die Ausschüttungen extrem stark gestiegen, nachdem sie 2009 im Zuge der Finanzkrise ein sehr niedriges Niveau erreicht hatten. Seitdem haben sie sich fast verdoppelt – der Zuwachs betrug 95 % auf absoluter und 97 % auf bereinigter Basis. Unternehmen weltweit schütteten in den vergangenen zehn Jahren insgesamt USD 11,4 Billionen an ihre Aktionäre aus. Ertragsorientierte Anleger konnten 2019 somit USD 694 Milliarden mehr an Dividenden vereinnahmen als zehn Jahre zuvor.

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