Partner gewinnen und solide wachsen

Kay B. Rogalla (li.) und Dietmar Schindler (re.)

Die OPTIMA hat mit Kay Rogalla einen neuen Geschäftsführer und mit Dietmar Schindler einen „alten Hasen“. Damit und mit neuer Software wurden die Weichen in Richtung Zukunft optimal gestellt. Was hinter der OPTIMA-DNA steckt und wen die OPTIMA als Vertriebspartner gewinnen will, erklären die beiden OPTIMA-Chefs im finanzwelt-Interview. 

finanzwelt: Herr Schindler, Sie haben die OPTIMA aufgebaut. Was waren damals die Gründe dafür und wie sah die Unternehmens-Philosophie aus?
Dietmar Schindler: Anfang der 80er Jahre gab es im Markt fast ausschließlich Einfirmenvertreter mit Produkten aus dem eigenen Haus, Makler im qualifizierten Gewerbebereich und einige Vertriebsorganisationen im Strukturbereich, die in der Regel nur ein Produkt im Markt angeboten haben.  Meiner Meinung nach hat mit Gründung der OPTIMA ein Paradigmenwechsel in der Branche stattgefunden. Die Kombination aus allen drei Vertriebswegen hat sich in OPTIMA manifestiert. Unser Ziel bestand darin, bestmögliche Produkte aus einer Hand anzubieten, um für alle Kunden einen großen Vorteil zu erwirken.

finanzwelt: Hat sich daran etwas geändert?
Schindler: Nein, die Grundidee ist genau die gleiche. Im Gegenteil, seit immer mehr Vergleichsmöglichkeiten gegeben sind, haben wir durch die große Bandbreite unserer attraktiven Partner sogar noch bessere Möglichkeiten als zu Zeiten der Gründung der OPTIMA. Zudem sind hilfreiche und höchst innovative Techniken hinzugekommen, die allen Partnern der OPTIMA die Arbeit stark erleichtern.

finanzwelt: Sind Sie mit der Entwicklung der OPTIMA zufrieden oder mussten Sie sich sehr stark den Marktgegebenheiten anpassen?
Schindler: Bis 1996 war ich mit der Entwicklung der OPTIMA extrem zufrieden. Von 1985 bis 1996 habe ich mehr als 1.100 Vermittler für die OPTIMA gewonnen, die teilweise erst im Nebenberuf angefangen haben; danach wurden aus den angeworbenen Nebenberuflern mehr als 200 Hauptberufler. Meiner Meinung nach waren wir innerhalb dieser kurzen Zeit sogar zu erfolgreich, denn es begannen sogar Versicherungsgesellschaften, mit denen wir zusammen gearbeitet haben, uns die Leute abzuwerben, um eine eigene „OPTIMA“ aufzubauen. Soviel ich weiß, hat keiner der rund 900 abgeworbenen Vermittler es geschafft, einen eigenen Vertrieb aufzubauen. Ich glaube, denen fehlte eine Vision, mit der sie die Mitarbeiter begeistern konnten. Höhere Provisionen allein bringen keinen Erfolg, man muss Mitarbeitern eine Chance geben, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Aber  die OPTIMA hatte so viel Substanz und Reputation in der Branche, dass ich mir Gedanken darüber gemacht habe, auch aufgrund meines Alters, einen Nachfolger aufzubauen. Den habe ich dann in unserem eigenen Unternehmen gefunden. Herr Kay B. Rogalla brachte alles mit, was man zum Führen und Entwickeln eines Unternehmens brauchte.

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