Neues FIDURA-Investment in Dresden

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Die FIDURA Fonds sind Leadinvestor in einer Finanzierungsrunde der Senorics GmbH. Maßgeblich für die Investitionsentscheidung ist die einzigartige Technologie des sächsischen Unternehmens, die ein enormes Marktpotenzial besitzt.

Das Gesamtvolumen der Finanzierungsrunde beträgt mehr als 8 Mio. Euro. Weitere Investoren sind ZEISS Ventures, Ventura Investment, TGFS Technologiegründerfonds Sachsen und TUDAG.

Die Senorics GmbH ist eine Ausgründung aus dem Institut für angewandte Physik der TU Dresden. Das von Prof. Dr. Karl Leo geleitete Institut ist weltweit führend im Bereich Optoelektronik und maßgeblich an der Entwicklung der technologischen Grundlagen von Senorics beteiligt. Dessen Gründerteam gewann im Jahr 2016 den Sächsischen Gründerpreis und ist heute Partner des universitären Forschungsverbundes „Dresden Integrated Center for Applied Physics and Phonotic Materials (IAAP)“.

Senorics entwickelt neuartige Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie-Sensoren zur berührungslosen Stofferkennung. Die patentierte Sensorentechnologie ermöglicht im Miniaturformat hochgenaue Messungen und die Identifizierung von Inhaltsstoffen und Verunreinigungen in einer Vielzahl von Feststoffen und Flüssigkeiten und ist sowohl für Qualitätskontrolle als auch für Prozessüberwachung in der Industrie geeignet. Der Einsatz von chemisch maßgeschneiderten Halbleitermaterialien, die in Form dünner Schichten zu sehr kleinen Infrarotdetektoren strukturiert werden, ermöglicht Senorics hochkompakte wellenlängenselektive Sensorarrays herzustellen. Die mit den Sensorarray sgewonnenen Messdaten werden anschließend mithilfe spezieller, auf die jeweilige Anwendung angepasste Analysesoftware, präzise ausgewertet.

Derzeit arbeitet Senorics am Aufbau einer Pilotanlage, die bald fertig gestellt und ein wichtiger Ausgangspunkt für die weitere Skalierung der Technologie sein wird. Dabei wird das Unternehmen vom IAAP unterstützt. Möglich machte diesen wichtigen Meilenstein eine Förderung durch die Sächsische Aufbaubank im Rahmen des Schlüsseltechnologie-Programms „KETs-Pilotlinien“ (Key Enabling Technologies).

„Wir freuen uns, dieses spannende Unternehmen über die kommenden Jahre als Investor und Sparringspartner begleiten zu dürfen“, so Klaus Ragotzky, Gründer der FIDURA Fonds. „Im Vergleich zu klassischen optischen Halbleitersensoren, deren Technologie im Infrarotbereich nahezu ausgereizt ist, bieten hier die organischen Halbleitersensoren ein großes Entwicklungspotenzial“, so Ragotzky weiter.

„Wir kennen Senorics aus einer gemeinsamen Kooperation, die auch Anlass für die jetzige Beteiligung ist“, erläutert Gerrit Schulte, Leiter von ZEISS Ventures. „Wir sehen ein breites Anwendungsfeld in der organischen Halbleitertechnologie und denken, dass leistungsfähige Miniatur-Sensoren auf organischer Halbleiterbasis vielfältige Applikationen ermöglichen, die heute durch große und teure Spektrometer nicht adressierbar sind.“

„Wir haben vor, mit unserer Technologie den Markt für kleine, leistungsstarke Infrarot-Sensoren zu revolutionieren. Mit FIDURA und ZEISS haben wir zwei neue erfahrene Investoren an unserer Seite, die uns optimal beim nächsten Schritt unterstützen werden: Unsere Technologie in den industriellen Maßstab zu skalieren“, ergänzt Dr. Ronny Timmreck, Gründer der Senorics GmbH. (ahu)