Neue Technik, neue Herausforderungen bei Autodiebstahl

Foto: © Allianz Zentrum für Technik

Für Generationen von Autobesitzern war er ein Prestigeobjekt: Der Autoschlüssel. Doch die Digitalisierung macht diesen zu einer zunehmend aussterbenden Spezies: Inzwischen gibt es die Möglichkeit, per Smartphone das Auto zu öffnen. Doch wie steht es hierbei um die Datensicherheit? Die Allianz hat erstmals Anforderungen an einen sicheren Virtuellen Schlüssel entwickelt.

Heute werden Autos mit Blick auf die Weltmärkte entwickelt. In Zusammenarbeit mit internationalen Instituten (RCAR) hat das Allianz Zentrum für Technik (AZT) die Anforderungen an den Virtuellen Schlüssel in anwendbarem Standard weiterentwickelt. „Damit ist erstmalig ein globaler Standard zur IT-Sicherheit im Diebstahlschutz bei Kraftfahrzeugen geschaffen worden, der einheitlich in allen Märkten als Grundlage für Entwickler wie auch als Basis für die Regulierung von Totaldiebstählen durch Versicherer genutzt werden kann“, erläutert Jochen Haug, Schadenvorstand der Allianz. Damit trägt das AZT dem Bestreben der Hersteller nach einheitlichen Standards Rechnung und zeigt, dass Vernetzung und die daraus resultierenden Risiken keine rein nationalen Themen sind.

Die Technik des virtuellen Schlüssels stellt die Versicherer im Falle eines Fahrzeug-Diebstahls vor völlig neue Aufgaben. So muss der Kunde weiterhin zur Regulierung seinen vollständigen Schlüsselsatz bei der Versicherung einreichen. Da er jedoch dem Versicherer wohl kaum sein Smartphone zuschicken wird, muss er jeden Berechtigten nennen, der zum Zeitpunkt des Diebstahls im Besitz des Virtuellen Schlüssels war und einen Nachweis über die Löschung der Berechtigung vorlegen. „Die Allianz sieht hier ganz besonders den Schutz unserer Kunden als vorrangig an. Wir müssen sicherstellen, dass wir sie bei einem Totaldiebstahl auch bei der Verwendung Virtueller Schlüssel komplikationslos entschädigen können“, so Haug.

Wie der Virtuelle Schlüssel sicher wird, erfahren Sie auf Seite 2