MIG Fonds investieren in den Niederlanden

Die MIG Fonds investieren in ein Start-up aus dem niederländischen Delft / Foto: © Sergii Figurnyi - stock.adobe.com

Der Name der MIG Fonds ist die Abkürzung für „Made in Germany“. Die VC-Fonds sind aber immer mehr auch außerhalb des deutschen Sprachraums aktiv: Mit der niederländischen Innatera Nanosystems BV wurde die dritte europäische Beteiligung außerhalb des deutschsprachigen Raums vollzogen.

Mit den MIG Fonds 8 und 16 beteiligt sich die MIG AG an der Innatera Nanosystems BV. Die Beteiligung erfolgt im Rahmen einer Seed Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 5 Mio. Euro. Die MIG Fonds sind an dieser mit 2,5 Mio. Euro beteiligt, die sich in gleichen Teilen auf beide Fonds aufteilen. Die andere Hälfte der Finanzierungsrunde wird von Münchner Technologieinvestor b-to-v gestemmt.

Vom menschlichen Gehirn inspiriert

Innatera zählt zu den Pionieren der Microchip-Entwicklung und setzt auf eine fundamental neue Chiparchitektur für äußerst energieeffiziente Anwendungen im Bereich der KI. So entwickelt das Unternehmen aus dem niederländischen Delft eine Chiparchitektur für KI-Anwendungen, die sich durch einen äußerst niedrigen Energiebedarf auszeichnet und dadurch vor allem in Mobilgeräten und Sensoren von Vorteil ist. Innatera löst sich dabei von der klassischen Digitaltechnik und lässt sich von den natürlichen biologischen Prozessen im menschlichen Gehirn inspirieren. Solche biologienahen Ansätze werden gerne als „neuromorph“ bezeichnet. Innatera ist damit an vorderster Front dabei, die technologische Grundlage etwa für Spracherkennung in Systemen wie Amazons Alexa oder Apples Siri zu verbessern. Im Detail ermöglicht Innateras Mikrochip die Verwendung dieser Sprachassistenten direkt auf dem Gerät. Weil damit die Notwendigkeit einer aktiven Internetverbindung entfällt wird sowohl die Verfügbarkeit erhöht als auch die Privatsphäre geschützt. Durch den äußerst geringen Stromverbrauch sind die Mobilgeräte länger verwendbar und damit auch generell umweltfreundlich. Die Innatera-Technologie kann noch in ganz anderen Feldern Vorteile schaffen, z.B. bei der Erkennung von Anomalien in Vitalparametern wie Puls oder Blutdruck oder Wahrnehmung der dreidimensionalen Umgebung für autonomes Fahren.

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