Kundenbindung durch neue Vertriebswege stärken

Claudia Ballhause, IT-Journalistin für Wordfinder PR / Foto: © Wordfinder

In Zeiten, in denen viele ihre Versicherung per wenigen Mausklicks im Internet abschließen, ist das Thema Kundenbindung wichtiger denn je für viele Versicherungsgesellschaften. Neue Produkte mit mehr Beratungsaufwand, so wie zum Beispiel Investmentfonds, sind hier eine mögliche Lösung. Damit der Makler diese neuen Vertriebspotenziale optimal nutzen und auch einen rechtssicheren Funktionsablauf gewährleisten kann, ist es ratsam, mit vertriebsunterstützenden Softwarelösungen zu arbeiten, die vor Ort beim Kunden eingesetzt werden können und mit denen ein völlig papierloser Vertragsabschluss möglich wird.

Die Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema für Versicherungskunden. Viele möchten aber nicht mehr auf eine klassische Lebensversicherung setzen, sondern interessieren sich für Investmentfonds, die mittlerweile höhere Renditen versprechen. Doch wie findet man aus tausenden in Deutschland zugelassenen Fonds den richtigen? Ein großes Vertriebspotenzial wo die klassische und persönliche Beratung eines Maklers gefragt ist. Denn bei Finanzprodukten geht es um Vertrauen. Ein Kunde, der schon Hausrat-, Auto- oder Haftpflichtversicherung bei seiner zuständigen Agentur abgeschlossen hat, wird sich auch bei Investmentfonds auf das Fachwissen seines Beraters verlassen.

Neue Herausforderungen für den Versicherungsmakler

Die Finanzprodukte stärken die Kundenbindung enorm, aber stellen den Versicherungsmakler vor neue Herausforderungen, denn es ist gar nicht so leicht, den richtigen Fonds für seinen Kunden auszusuchen. Schließlich ist sein Kerngeschäft der Verkauf von klassischen Versicherungen. Hier lautet die Lösung Softwaregestützter Vertrieb von Investmentprodukten. Passende Tools kombinieren Kundenanalyse und Beratung und machen zudem das lästige Ausfüllen von Anträgen per Hand überflüssig.

Berater und Kunde füllen am Notebook oder Tablet zusammen einen digitalen Fragebogen aus, um das Anlegerprofil zu ermitteln. Geht es um stabiles Wachstum? Wie viel Risiko soll eingegangen werden? Wie viel Geld soll investiert werden? Welche Rendite wird erwartet? Algorithmen ermitteln in der Software das passende Produkt. Parallel zum Ausfüllen des Fragebogens werden auch automatisch die Formulare befüllt, die für einen komplett papierlosen Prozess direkt auf dem Bildschirm unterschrieben werden können.

Compliance für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen

Aber Vorsicht, beim Implementieren einer Vertriebssoftware für Investmentfonds muss unbedingt auf die Rechtssicherheit geachtet werden. Denn das Asset Management und der Vertrieb von Finanzdienstleistungen werden streng reguliert und müssen zahlreiche Richtlinien erfüllen. Eine Lösung, die nicht rechtskonform ist, kann für die Versicherung große Probleme und einen enormen finanziellen Schaden bedeuten. Die überarbeitete Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) soll spätestens Ende des Jahres in Kraft treten und bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die beachtet werden müssen. Die FinVermV regelt die Tätigkeit für Finanzvermittler, zu denen auch die Versicherungsgesellschaften gehören.

Es besteht etwa die Pflicht, mit einer Geeignetheitserklärung einen Überblick darüber zu geben, wie man das Produkt auf die vom Kunden geäußerten Ziele bezüglich Anlagedauer, Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit abgestimmt hat. Auch neue Punkte zur Sachkundeprüfung wurden in die neue FinVermV aufgenommen. Spätestens bis zum Inkrafttreten der neuen Ordnung müssen Versicherungen ihre Vertriebsprozesse von Finanzdienstleistungen dahingehend überarbeiten und absichern.

Wie mittels rechtskonformer Vertriebssoftware der Vertrieb gelingt, erfahren Sie auf Seite 2