Knappes Angebot bei steter Nachfrage

Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealthcap / Foto: © Wealthcap

Ungeachtet der wirtschaftlich leicht negativen Lage gehen viele Investoren und Anbieter weiter von einer starken Nachfrage nach deutschen Immobilien aus. Ob das im Schlussquartal so weitergehen könnte und welche Bedeutung dem Kriterium Nachhaltigkeit im Immobilienmarkt beigemessen wird, dazu befragten wir im finanzwelt-Talk Gabriele Volz, Geschäftsführerin von Wealthcap.

finanzwelt: Teilen Sie die Ansicht, dass der Immobilienboom sich mitunter zeitnah dem Ende zuneigt?

Volz: Die Nachfrage ist ungebrochen, das Angebot nach wie vor knapp. Derzeit ist nicht abzusehen, dass sich an dieser Situation maßgeblich etwas ändert – auch wenn die zentralen Lagen in den großen Städten eher in eine Seitwärtsbewegung bei Kaufpreisen und Renditen übergegangen sind.

finanzwelt: Im vergangenen Monat haben Sie den neuen Publikums-AIF „Wealthcap Immobilien Deutschland 42“ lanciert als auch ein Investmentkonzept für Private-Banking-Kunden vorgestellt. Könnten Sie uns das Konzept auch als auch den neuen AIF kurz vorstellen?

Volz: Der Wealthcap Immobilien Deutschland 42 setzt auf Büroimmobilien an Standorten mit starkem Wachstumspotenzial und hoher Stabilität. Bei der Objektqualität setzen wir auf Core mit Augenmerk auf eine gute Drittverwendungsmöglichkeit. Es ist eine Streuung über mehrere Objekte geplant. Zum Start des Fonds ist bereits ein Gebäude in Berlin mit knapp 10.500 Quadratmeter Mietfläche angebunden. Die 1996 erbaute Core-Immobilie in der Carnotstraße ist bis Ende 2028 an die IAV GmbH − Ingenieurgesellschaft für Auto und Verkehr − vermietet. Zwei weitere Investitionsobjekte, eines davon in Freiburg, sind geplant und sollen das Portfolio weiter diversifizieren. Laufende Ausschüttung (Prognose) liegt bei ca. 3,5 % p.a., die Zielrendite (Prognose) ist ebenfalls mit ca. 3,5 % p.a. IRR geplant.

Der für Private Banking-Kunden konzipierte Wealthcap Immobilien Deutschland 43 startete Anfang Oktober in den Vertrieb. Der Ein-Objekt-Fonds setzt auf eine Immobilie am Wachstumsstandort Stuttgart. Das Core Objekt in Leinfelden wurde im Jahr 1992 errichtet und in den Jahren 2018 und 2019 umfassend von LC modernisiert. Die vermietbare Fläche beläuft sich auf rund 11.700 qm und erstreckt sich über sechs oberirdische Etagen. Der Hauptmieter ist das Land Baden-Württemberg mit rund 76 % Flächenanteil. Der Fonds richtet sich gezielt an die individuellen Ansprüche von Private-Banking-Kunden. Dafür wurde eine neue Gebühren- und Preisstruktur entwickelt. Beteiligungen sind ab einem Mindestanlagebetrag von 50.000 Euro, zuzüglich 3,5 Prozent Ausgabeaufschlag, möglich. Die prognostizierte jährliche Ausschüttung beläuft sich auf 3,7 Prozent, die Rendite nach IRR auf ca. 3,9 % bei einer geplanten Fondslaufzeit von zwölf Jahren.

finanzwelt: Überall wird derweil von nachhaltigem Investieren gesprochen. Welchen Stellenwert nimmt nach Ihrer Ansicht das Thema „Nachhaltigkeit“ bei Immobilieninvestments ein?

Volz: Das Erzielen von nachhaltiger Rendite ist fester Bestandteil der DNA von Wealthcap. Derzeit gewinnen Themen wie ESG weiter an Bedeutung. Wealthcap plant derzeit ein dezidiertes Angebot an Stiftungen und Kirchen, das Kriterien wie Nachhaltigkeit und Substanzerhalt besondere Rechnung trägt. Aber auch für institutionelle Investoren werden umweltbezogene, soziale und Governance-Kriterien immer bedeutsamer. Dem tragen wir entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette Rechnung, unter anderem mit unseren Unternehmensgrundsätzen zu nachhaltigem Handeln.

finanzwelt: Auch mit Blick auf das abschließende Quartal – stellt Sie Ihr bisheriger Geschäftsverlauf zufrieden?

Volz:  Sehr zufrieden. Wealthcap hat derzeit sechs Privatkundenprodukte in der Platzierung. Der Wealthcap Immobilien Deutschland 42 wird seinen Vorgänger, der in Kürze ausplatziert ist, nahtlos folgen. Mit den Angeboten für Kirchen und Stiftungen sowie für vermögende Privatkunden kommen zwei weitere Konzepte hinzu, welche die Produktvielfalt von Wealthcap als Real Asset- und Investment Manager unterstreichen.