Jeder Fünfte hat mehr Sorgen um Geld als um Gesundheit

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Die Corona-Krise sorgt sowohl gesundheitlich als auch finanziell für Ängste. Diese sind jedoch sehr unterschiedlich verteilt – sowohl was sozioökonomische als auch geografische Merkmale angeht. Auch die Bewältigungsstrategien variieren sehr stark.

Als Ende des vergangenen Jahres erste Bericht über eine „neuartige Lungenkrankheit in China“ nach Europa kamen, konnte wohl niemand ahnen, welch verheerende Katastrophe wenige Monate später über die Welt rollen würde. Die Corona-Pandemie ist weit mehr als „nur“ ein medizinisches, sondern auch ein großes wirtschaftliches Problem. Der zweite Aspekt wird besonders in Deutschland betont, wie aus einer repräsentativen Umfrage der ING hervorgeht. Demnach machen sich hierzulande 22 % der Befragten derzeit mehr Sorgen um ihre finanzielle Situation als um ihre Gesundheit – der höchste Wert aller 13 untersuchten europäischen Länder. Exakt der gleiche Anteil der deutschen Befragten hat sowohl Angst um die Gesundheit als auch um die Finanzen. Lediglich in Niederlanden ist diese Sorge mit 20 % noch weniger verbreitet. Relativ entspannt sehen die Angelegenheit derzeit 15 % der deutschen Befragten: Diese haben weder Angst um ihre Gesundheit noch um ihre Finanzen.

Sehr unterschiedliche Wahrnehmungen

Corona wird nicht selten als todbringende Seuche dargestellt, was jedoch völlig übertrieben ist, schließlich haben weit mehr Menschen eine Corona-Infektion überstanden als sie daran gestorben sind. Ein wesentlicher Faktor für die Tödlichkeit von Corona ist das Alter: Das durchschnittliche Sterbealter der Corona-Toten liegt bei knapp über 80. Entsprechend ist bei der Besorgnis um die eigene Gesundheit ein Altersgefälle zu beobachten und gerade bei jungen Menschen, die erst am Anfang ihres Berufslebens stehen, überwiegt derzeit die Sorge um den eigenen Geldbeutel. Die Ergebnisse bestätigten zudem das Klischee, dass sich Frauen mehr um ihre Gesundheit kümmern als Männer: So ist unter den männlichen Befragten der Anteil derjenigen, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machen, niedriger als bei Frauen, bei Frauen ist wiederum der Anteil derjenigen machen, die sich Sorgen um ihre Finanzen machen. Beim Blick auf den europäischen Durchschnitt ist ein solcher Geschlechterunterschied nicht festzustellen. Jedoch haben auch die um die Finanzen besorgten Umfrageteilnehmer mehrheitlich zumindest gleichermaßen die Gesundheit im Blick: So gibt es im europäischen Durchschnitt keine Altersgruppe, in der die Sorge um vor allem finanzielle Aspekte ausgeprägter wäre als um die Gesundheit oder um beides gleichermaßen.

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