Ist Gesundheit eine staatliche Aufgabe?

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Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass viele Deutsche mehr für ihre Gesundheit tun wollen, aber diese Pläne nur selten in die Tat umsetzen. Entsprechend viele sind mit ihrem Gesundheitszustand unzufrieden. Ausgerechnet der Staat wird hier in der Pflicht gesehen.  

Zu den klassischen Neujahrvorsätzen gehört es, sich gesünder zu ernähren und mehr Sport zu treiben. Doch je länger das Jahr voranschreitet, desto mehr geraten diese guten Vorsätze in Vergessenheit und werden für das nächste Jahr wieder vorgenommen – mit dem gleichen Ergebnis. Dass es sich dabei alles andere als um Einzelfälle handelt, zeigt der aktuelle AXA-Präventivreport. In der vom forsa Institut durchgeführten Umfrage gaben zwei Drittel der Befragten an, den guten Vorsatz, mehr für die Gesundheit tun zu wollen, in die Tat zunächst umgesetzt, dann aber schnell wieder aufgegeben zu haben. Der häufigste Grund ist ein schneller Verlust der Motivation (63 %). Gerade die unter 30-jährigen sind davon betroffen: Von diesen äußersten sich 76 % der Befragten in dieser Weise. Von den Befragten, die der Meinung waren, mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen, haben 79 % wegen fehlender Motivation den Plan schnell wieder aufgegeben. Männer verlieren zudem häufiger die Motivation als Frauen (69 % zu 59 %).

Jeder Zweite fühlt sich nicht richtig gesund

Ohnehin zeigt der AXA-Präventivreport, dass die Zufriedenheit mit dem eigenen Gesundheitszustand deutlich ausbaufähig ist. So bezeichneten 48 % der Befragten ihren aktuellen Gesundheitszustand als eher mittelmäßig oder schlechter. Gerade Stadtluft scheint wenig positiv für den Gesundheitszustand zu sein: So schätzen vor allem Befragte aus den Stadtstaaten Bremen und Berlin ihren Gesundheitszustand häufig als mittelmäßig ein. Durchaus alarmierend: Gerade einmal 53 % der Befragten, die ihren Gesundheitszustand als schlecht einschätzen, sind der Meinung, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun müssten. Offenbar scheint also jeder Zweite mit einem schlechten Gesundheitszustand zufrieden zu sein oder hat bereits resigniert. Da ist der Wunsch, mehr für das körperliche Wohlbefinden fast genauso stark ausgeprägt wie bei den Befragten, die mit ihrem Gesundheitszustand zufrieden sind. Von diesen sind 42 % der Meinung, mehr für ihre Gesundheit tun zu müssen. Insgesamt sind 58 % aller Befragten der Meinung, dass man immer mehr für sich und seine Gesundheit tun kann.

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