Ist Core tot?

John Bothe, Gründer und Geschäftsführer der Silverlake Real Estate Group / Foto: © Silverlake Real Estate Group

Viele Immobilieninvestoren stehen vor der Frage, wie sie angesichts steigender Kaufpreise und nahezu gleichbleibender Mieteinnahmen eine Rendite erzielen können. Beliebte Core-Lagen sind mittlerweile unrentabel. Stadtrandgebiete ohne Entwicklungspotenzial sind oft mit hohem Risiko verbunden, während das Zentrum immer weniger Investionsmöglichkeiten bietet. Eine aussichtslose Situation. Wo lohnt sich eine Investition in Immobilien überhaupt noch?

Der Trend geht an den Rand

Objekte in Stadtvierteln mit sanierungsbedürftigen Immobilien und sozialen Brennpunkten sind für Investoren ebenso eine Risikoinvestition wie solche in geografischen Randlagen einer Stadt. Sie entsprechen nicht den Kriterien einer Core-Immobilie, die sich an den Top-Standorten in Großstädten befindet. Ein Blickwechsel hilft, um verstecktes Potenzial ausfindig zu machen.

Denn auch wenn die Makrolage von erheblicher Bedeutung ist – allein entscheidend ist sie nicht. Die Mikrolage, also die umliegende Bebauung und die Infrastruktur des Viertels, ist ebenso ausschlaggebend. Dabei geht es nicht um die Bevölkerungsstruktur oder die politische Situation der gesamten Stadt. Stattdessen stehen Faktoren wie wenig Verkehrslärm und die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln im Vordergrund. Anleger sollten auch auf Schulen und Einkaufsmärkte in fußläufiger Umgebung achten. Das steigert den Wert einer Immobilie.

ÖPNV und Supermärkte machen den Unterschied

Dieses versteckte Potenzial findet sich in jeder Stadt, in der Core-Immobilien rar sind. Der Neubau kann die steigende Nachfrage nicht decken. Oftmals wird am Bedarf vorbeigebaut.

So auch in Düsseldorf. Dort suchen vor allem Studenten, Young Professionals und Pendler sowie Leih- und Kurzzeitarbeiter oder Praktikanten Ein-Zimmer-Wohnungen. Vermieter erhalten monatlich bis zu 15 Euro Miete pro Quadratmeter.

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