„In der Schule muss Finanzbildung vermittelt werden“

Nach Meinung vieler Deutscher sollte in der Schule auch Finanzwissen vermittelt werden / Foto:

Das fordert ein großer Teil der Deutschen. Wie diese allerdings konkret in den Schulunterricht eingeführt werden soll, darüber gibt es viele Meinungen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge.

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“. Diesen Satz, der auf den berühmten römischen Philosophen Seneca zurückgeht, hat bestimmt jeder Schüler schon einmal gehört, der laut die Frage gestellt, warum er sich täglich mit vielen Dingen beschäftigen muss, der er im späteren Leben wahrscheinlich nicht mehr braucht. Eine Sache, die für das spätere Leben von entscheidender Bedeutung ist, wird in der Schule aber nicht vermittelt: Der richtige Umgang mit Geld. Selbst wer auf einer wirtschaftswissenschaftlichen Schule einen Abschluss erwirbt, lernt zwar die Grundlagen der Buchführung, der Lagerhaltung, der Geldpolitik und vieles mehr. Aber welche Arten es gibt, sein Geld anzulegen und welche Versicherungen man braucht, steht hingegen nicht auf dem Lehrplan. Nach Meinung vieler Deutscher sollte sich das ändern. So sprachen sich in einer Umfrage im Rahmen des DIA-Deutschland-Trends, die von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge durchgeführt wurde, 84 % der Befragten für die Vermittlung von Finanzwissen in der Schule aus. Lediglich 8 % der  lehnten diese Idee ab. Interessant: Für die Umfrageteilnehmer ist die Vermittlung von Finanzbildung in der Schule wohl ein allgemeines und kein persönliches Anliegen. So sind die Antworten zwischen den Befragten, die schulpflichtige Kinder haben oder nicht, gleichmäßig verteilt.

Jüngere und Reichere wollen mehr Finanzbildung

Eine interessante Erkenntnis gibt es bei den sozioökonomischen Faktoren: So ist bei den 18- bis 24-jährigen eine große Mehrheit von 84 für eine finanzielle Allgemeinbildung in der Schule. Möglicherweise fühlt sich diese Altersgruppe, deren Schulzeit noch andauert oder erst seit Kurzem vorbei ist, für die ersten Schritte der Selbständigkeit nicht genug vorbereitet. Hingegen sind die 35- bis 44-jährigen nur noch zu 77 % für die Vermittlung von Finanzbildung im Unterricht. Bei den 65-jährigen und älteren sind hingegen wieder 88 % für Finanzunterricht. Vielleicht spielt bei dieser Gruppe eine Rolle, dass sie selbst zu wenig für das Alter gespart hat – auch weil sie zu wenig über das Thema Vorsorge informiert wurden.

Wie die Finanzbildung in den Unterricht integriert werden soll, erfahren Sie auf Seite 2