Immobilienverrentung kann vor Altersarmut schützen

Rolf Klein, Gründer und Geschäftsführer der Delta Vermömgenmanagement GmbH / Foto: © Delta Vermögenmanagement

In Deutschland lebt mehr als jeder Zweite im Eigenheim – trotzdem leiden viele Senioren unter Liquiditätsengpässen. Mit der Immobilienrente lässt sich das eigene Haus für die Ruhestandsfinanzierung bei gleichzeitigem lebenslangen Wohnrecht nutzen. Der Verkauf mit Wohnrecht der Immobilie eignet sich für Eigentümer ab 65 Jahren.

Vielen deutschen Rentnern geht es gut, sie kommen nach einem langen Arbeitsleben finanziell gut über die Runden. Aber die Angst vor Altersarmut treibt Millionen Bürger um – und die ist selbst in einem der wohlhabendsten Länder der Welt nicht unbegründet. In 20 Jahren dürfte jeder fünfte Rentner von Altersarmut bedroht sein, heißt es in einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Wer als Rentner aktuell monatlich weniger als 905 Euro netto zur Verfügung hat, gilt als arm. Derzeit betrifft das 16,8 Prozent aller Ruheständler. Bis zum Jahr 2039 dürfte der Anteil auf 21,6 Prozent steigen. Die Altersarmut steigt laut der Studie zunächst insbesondere bei jüngeren Rentnern und später im höheren Alter. Das liegt daran, dass Personen unter 80 Jahren zu Beginn des Simulationszeitraums eine überdurchschnittliche Grundsicherungsquote und ein überdurchschnittliches Armutsrisiko aufweisen. Ab den 2030er-Jahren gehören diese Personen zu der Gruppe der über 80-Jährigen, was wiederum zu einem Anstieg der Armut ab diesen Jahren führt.

Doch zugleich bedeutet dies nicht, dass diese Senioren wirklich nichts besitzen – in vielen Fällen bezieht sich die Altersarmut erst einmal „nur“ auf die liquiden Mittel. In Deutschland lebt mehr als jeder Zweite im Eigenheim, und vielfach stellen diese Familienimmobilien relevante Vermögenswerte dar, vor allem, wenn man sich die Wertsteigerungen der vergangenen Jahre anschaut. Einer Studie zufolge beläuft sich das Immobilienvermögen in Deutschland auf 11,2 Billionen Euro, inklusive des Bodenwerts der bebauten Flächen. 2019 rechnet die Beratungsgesellschaft EY mit einem Transaktionsvolumen von 72 bis 75 Milliarden Euro im deutschen Wohn- und Gewerbeimmobilienmarkt.

Immobilienvermögen sind dauerhaft gebunden

Aber selbst ein großes, in einem Objekt gebundenes Immobilienvermögen schützt nicht vor finanziellen Schwierigkeiten im Alter. Denn wer auf die Immobilie als Altersvorsorge setzt, dem droht im Rentenalter eine Liquiditätsfalle: Einer Umfrage zufolge fehlt es vielen älteren Menschen an Liquidität, obwohl sie durch eine wertsteigernde Immobilie über beachtliche Vermögen verfügen, die aber eben dauerhaft gebunden sind. Einer Studie zufolge beschreiben rund zehn Prozent der befragten Senioren ihre finanzielle Situation trotz Immobilieneigentum als angespannt. Dieses Zehntel der Befragten kann nur selten Freizeitangebote wahrnehmen. Einige von ihnen haben nach eigenen Angaben sogar zu wenig Geld für eine adäquate Arzt- und Pflegeversorgung.

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