Im Westen gehen die Preise hoch

In Düsseldorf sind die Preise für Neubauwohnungen deutlich gestiegen / Foto: © alexgres - stock.adobe.com

In der Fußball-Bundesliga kämpft Fortuna Düsseldorf derzeit als Vorletzter um den Klassenerhalt. An der Spitze steht die Rheinmetropole hingegen bei den Preissteigerungen in der aktuellen Wohnungsmarktanalyse von PROJECT – gefolgt vom großen Rivalen Köln.

Im Dezember 2019 kostete eine Neubaueigentumswohnung in Düsseldorf im Schnitt 7.399 Euro/m² und damit um 12,4 % mehr als ein Jahr zuvor. Etwas rheinaufwärts, in Köln, mussten Käufer von Neubaueigentumswohnungen im Schnitt zwar „nur“ 5.770 Euro/m² bezahlen, jedoch haben sich hier die Preise ähnlich dynamisch entwickelt wie in der Landeshauptstadt: Die Steigerung von 11,9 % innerhalb eines Jahres bedeutete den zweithöchsten Preisanstieg in der von PROJECT Research veröffentlichen Studie „Wohnungsmarktanalyse in ausgewählten Metropolregionen“, in der seit 2017 quartalsweise die Angebotskaufpreise im privat finanzierten Geschosswohnbau in den Stadtgebieten und Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Nürnberg, Düsseldorf und Wien analysiert werden.

Den drittstärksten Preisanstieg aller Stadtgebiete gab es in München zu verzeichnen, wo inzwischen für eine Neubaueigentumswohnung durchschnittlich 10.239 Euro/m² fällig werden, 7,7 % mehr als ein Jahr zuvor. Auch Immobilienkäufer mit höherem Budget können sich nicht darüber beschweren, dass sie in der Isarmetropole ihr Geld nicht losbekommen würden: „In der Spitze wurde mit einem maximalen Angebotspreis von 22.627 Euro mehr als das Doppelte im Verhältnis zum durchschnittlichen Angebotspreis aufgerufen“, erläutert Dr. Matthias Schindler, Vorstand Projektentwicklung bei der PROJECT Real Estate AG. Noch extremer ist dieses Verhältnis allerdings in Berlin: Ende Dezember kostete hier die teuerste Neubaueigentumswohnung 20.244 Euro/m² und damit fast drei Mal so viel wie der Durchschnittspreis der Hauptstadt von 6.671 Euro/m². Somit lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Spreemetropole Ende 2019 um 6,7 % höher als im Jahr zuvor und um 1,3 % über dem Wert der Vorquartalsuntersuchung.

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