Ich – einfach unverbesserlich – wie uns immergleiche Fehler am Wachstum hindern

Sven Späth / Foto: © TPV Unternehmensberatung

Das Telefon klingelte. Danny nahm den Hörer in die Hand.
„Büro von Danny Salesman? Mit wem spreche ich?“

„Spreche ich mit Danny Salesman?“ antwortete eine leise, flüsternde Stimme.
„Wer möchte das wissen?“ fragte Danny, der nun ein bisschen verwirrt war.

„Mein Name ist Lisa Launisch. Sie wurden mir empfohlen. Ich brauche dringend einen Termin mit Ihnen. Wann hätten Sie für mich Zeit?“ antwortete die Stimme nun etwas aufgeregter.

„ Um was handelt es sich denn?“ wollte Danny wissen, seine Laune verdüsterte sich.
Was war hier los?

„Das kann ich Ihnen am Telefon nicht sagen. Wir müssen uns sehen und alles unter 4 Augen besprechen. Sie wurden mir aus einer zuverlässigen Quelle empfohlen, welche Ihre Dienste bereits in Anspruch genommen hat. Reicht Ihnen das?“

„Frau Launisch, wenn ich das richtig verstanden habe, das alles klingt sehr seltsam und ich habe ehrlich gesagt keinen blassen Schimmer, was hier eigentlich vor sich geht. Sagen Sie mir wenigstens, wie ihre Quelle heißt.“

„Frau Anette Argwohn. Sagt Ihnen dieser Name etwas?“

Danny erschrak. Frau Argwohn? Dieser Name löste in ihm jedes Mal kalte Schauer aus, wenn das Telefon klingelte. Sie war seit bereits 5 Jahren seine Kundin. Er betreute sie in all Ihren Verträgen, was sich als ziemlich lukrativ herausstellte, denn Frau Argwohn hatte reich geerbt.

Der Haken an der Sache, so genau Frau Argwohn sonst im Leben auch schien, so nachlässig war sie mit Ihrer Post. Vor allem der Post Ihrer Verträge. Sie öffnete sie prinzipiell nicht, schien direkt Angst davor zu haben. Wollte aber alles genau wissen, was darin stand, was das für sie bedeutete und welche Auswirkungen das hatte. Sprich: alles ¼ Jahr kam der befürchtete Anruf und die Panik, dass sich die Post anhäufte und man ihr doch bitte damit helfen solle. Wäre Sie nicht eine so zuverlässige Kundin und würden aus den Verträgen nicht jedes Jahr ordentliche Folgeprovisionen entstehen, hätte Danny das Mandat wahrscheinlich nicht angenommen. Zu hoch der Aufwand für seinen großen Kundenstamm.

Und nun empfahl eben diese Frau Argwohn ihn weiter? Nach 5 Jahren? Der Mensch auf der anderen Seite des Hörers klang alles andere als normal. Eher unheimlich.
Er war sich ganz sicher, dass er genau darauf achten würde, wo der Hund nun begraben liegt und dieses Mal  würde ER entscheiden, ob er das Mandat annähme oder nicht

„Denk genau nach, Danny. Was sind meine Chancen? Was könnte schlimmstenfalls passieren?“

Was Danny machte, erfahren Sie auf Seite 2