Hat PIM Gold beim Gewicht betrogen?

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Der Skandal um PIM Gold weitet sich aus: Vermutlich haben die Anleger weniger Geld in ihren Händen gehabt, als sie tatsächlich glaubten.

Auf jedem Goldbarren steht sein Gewicht drauf und wohl kaum ein Besitzer wird deshalb auf die Idee kommen, diesen zu messen. Anleger von PIM Gold hätten das aber vielleicht besser getan: Wie das Handelsblatt berichtet, waren einige Barren des insolventen Goldhändlers leichter als ihr angegebenes Gewicht. Dabei gilt im Goldhandel eigentlich die Grundregel, dass das angegebene Gewicht maximal nach oben abweichen darf. Laut Handelsblatt sind manche Barren von PIM Gold jedoch statt 10 Gramm nur 9,98 Gramm schwer. Wenn man bedenkt, dass ein Gramm Gold etwa 50 Euro kostet, haben auch solche minimalen Abweichungen große Auswirkungen auf das Anlagevermögen. Dass die Scheideanstalt Nadir Metals Refinery, die PIM mit dem Gold beliefert hat, für die Abweichungen verantwortlich ist, würde von dieser kategorisch abgelehnt. So ist diese bei der London Bullion Market Asscociation als Lieferant akkreditiert und wird deshalb regelmäßig überwacht. (ahu)