Grüne Technologien – ein klarer Trend

Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung gmbh / Foto: © steinbeis & häcker vermögensverwaltung gmbh

Derzeit verfolgen wir eine bedeutende politische Diskussion über den Klimawandel, die angetrieben von Greta Thunberg, der schwedischen Klimaschutzaktivistin, die Welt bewegt. Auch die politische Landschaft scheint sich durch dieses Denken bedeutend zu verschieben. Die neuesten Entwicklungen zeigen uns in diversen Umfragen den Aufschwung einer „Grünen Politik“. Es macht den Anschein, als stehen wir vor einem richtungsweisenden Schwenk zu einem nachhaltigen Denken in der Bevölkerung. Der Schutz unserer Natur wird immer mehr in den Mittelpunkt geschoben. Diese Entwicklung könnte möglicherweise keine „Eintagsfliege“ sein. Welche Implikationen auf unser künftiges Investitionsverhalten das haben kann, beleuchten wir in diesem Beitrag.

Umweltaktien lagen vor vielen Jahren im Fokus der Anleger

Schon in den 90er Jahren sprachen wir erstmals über „Grüne Investments“, den sogenannten Umweltaktien. Hier wurden besonders Abfallentsorgungsunternehmen wie die berühmte Firma Waste Management oder Rollins Environmental an den Börsen gehypt. Es gab Firmen, die sich mit der Wasseraufbereitung mittels UV-Licht Technologien beschäftigten und vieles mehr. Auch der Solarbereich war schon Mitte der 90er Jahre investierbar. Im Bereich der Solarzellenproduktion war beispielsweise die Firma Astropower als größtes unabhängiges börsennotiertes Unternehmen ein sehr erfolgreiches Investment.

Die Konsolidierung der Märkte und neuer Hype

Nach der Euphorie im Jahr 2000 und dem darauffolgenden Niedergang der Aktienmärkte sprach man nicht mehr allzu viel über Aktien aus dieser Branche. Ein paar Jahre später kam es zum zweiten Hype im Solarbereich. Nach einem mehrjährigen Aufschwung mussten Anleger, die in der Euphorie aufgesprungen waren, leider substantielle Verluste ihres Kapitals hinnehmen, die nicht selten in einem Totalverlust endeten (Q-Cells, Solarworld, etc.). Auch bei Anleihen solcher Schuldner kam es zu deutlichen Entwertungen. Die große Konkurrenz der asiatischen und nordamerikanischen Anbieter brachten damals die Preise so unter Druck, dass sogar einige Firmen in die Insolvenz gingen.

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