Gold: Stabilisator im Depot oder Rettungsanker für Krisenzeiten?

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Gold gilt als besonders sichere Anlage. Tatsächlich sind Investments in Barren, Münzen oder Golddepots gefragter denn je. Viele bundesdeutsche Anleger präferieren die traditionell sichere Investition in Sachwerte wie Immobilien oder Gold. Die allseits befürchteten politischen und konjunkturellen Auswirkungen des bevorstehenden Brexits und die damit verbundenen Ängste vor einer herannahenden Inflation, haben Gold als Anlagealternative zudem nochmals entscheidend begehrter gemacht. Doch ist Gold als Investment in jedem Falle die richtige Wahl, beispielsweise zur Stabilisierung des Depots oder ist es gar der oftmals gepriesene Rettungsanker in wirtschaftlichen Krisenzeiten? Wir gehen dieser Frage nach.

Lohnt sich Gold als Geldanlage?

Derzeit steigt der Goldpreis weiter. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zwei der wichtigsten Argumente liefert der Blick auf die weltweite Entwicklung der Aktienmärkte. Sie zeigen derzeit eine fallende Tendenz, ebenso wie die Realzinsen. Hinzu kommen große und zunehmende geopolitische Unwägbarkeiten, die die Volatilität von Aktien und Wertpapieren potenziell weiter erhöhen. Als naheliegende „goldene Alternative in schwächeren Börsenzeiten“ gewinnt das gelbe Edelmetall derzeit weiter an Wert. Doch diese Tatsache allein macht die Goldanlage noch nicht zur Krisenvorsorge erster Wahl.

Gold als wertstabiler Sachwert

Fakt ist: die weltweiten Goldreserven sind und bleiben begrenzt. Somit ist ein handfester Sachwert des Goldes jederzeit gewährleistet. Hinzu kommt, dass die global limitierten Goldvorkommen und die bereits erwähnte derzeitig hohe Nachfrage, den Goldpreis aktuell tendenziell verteuern. Mittelfristig kann ein Goldinvestment also durchaus Renditechancen eröffnen.

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