Globalisierung in der Krise?

Bild v.l.n.r.: Mag. Markus Ploner, CFA, MBA (Spängler IQAM Invest), Dr. Wolfgang Petritsch (Spitzendiplomat und Außenpolitikexperte, Austrian Marshall Plan Foundation), Prof. Dr. Anton Pelinka (Politologe, Central European University Budapest) und Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Josef Zechner (Spängler IQAM Invest) / Foto: © Spängler IQAM Invest

Auf Einladung von Spängler IQAM Invest und des Spängler IQAM Research Centers haben rund 200 Experten aus der Finanz- und Wirtschaftswelt in der Salzburger Residenz beim investmenforum über aktuelle Fragen der Weltwirtschaft diskutiert.

„Das investmentforum steht heuer ganz im Zeichen von Innovationen im Asset Management und der Suche nach einer neuen politischen Ordnung“, so Mag. Markus Ploner, CFA, MBA, Geschäftsführer der Spängler IQAM Invest.

Europäische Konjunktur zwischen Brexit und Trump

„Populismus, Protektionismus und Paralyse sind die drei wichtigsten wirtschaftlichen Risiken heute. Die Politik muss entschieden handeln, um diese Risiken zu adressieren und um Europa eine bessere Zukunftsperspektive zu bieten. Langfristig hat die Wirtschaft Europas ein enormes Potenzial, das nun gehoben werden muss”, sagt Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D., Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Rahmen seines Vortrags.

Dr. Marcus Scheiblecker, Stellvertretender Leiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) sprach über die aktuellen Konjunkturentwicklungen: „Trotz der durch Brexit und Trump ausgelösten politischen Unsicherheiten entwickelt sich die europäische Konjunktur erstaunlich robust. Der konjunkturelle Aufschwung erfasste bereits viele Branchen und zahlreiche Länder Europas. Auch die Beobachtung der Finanzmärkte lässt keine Unsicherheiten erkennen.“

Der Vortrag von Prof. Dr. Christian Keuschnigg, Nationalökonom von der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums, hatte das Thema “Globalisierung, was sonst?”  „Gerade in kleinen Ländern sind die Absatzmärkte viel zu klein. Die Hidden Champions müssen 80 bis 100 % exportieren und brauchen Marktzugang zur EU und zum Weltmarkt. Wohlstand entsteht auch, indem wir importieren, was andere Länder besser können. Innovation und Globalisierung verursachen Strukturwandel. Ein starker Sozialstaat schafft angemessenen Ausgleich und rüstet mit Bildung und Umschulung die Arbeitenden für den Wandel.“

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