Gehen Branding und Leistung Hand in Hand?

Foto: © lassedesignen - stock.adobe.com

2019 war ein überraschendes Jahr für die deutsche Fondslandschaft. Ein guter Jahrgang. Bei den unabhängigen Fondsvertrieben stehen gesetzte Player, aber auch einige Neulinge auf den vorderen Plätzen. Doch wie schlagen sich diese Fonds im Wettbewerb? Ist ein gutes Branding gleichbedeutend mit außerordentlicher Leistung? Nicht immer.

Das abgelaufene Jahr war für die Investmentbranche durchaus einträglich. Überwogen zu Jahresanfang noch Skepsis und Zögern, so hellte sich der Himmel im Jahresverlauf zunehmend auf. Natürlich ist es nicht stetig bergauf gegangen, denn hierzu fehlten die Impulse. Dennoch wurden die Bücher zur Jahreswende überaus erfreulich geschlossen. Im Detail lohnt ein Blick auf die bis dato veröffentlichten Absatzstatistiken des deutschen Fondsverbands BVI. Demnach gab es im 3. Quartal satte Nettomittelzuflüsse in Höhe von mehr als 7 Mrd. Euro für offene Publikumsfonds. Nach einem sehr verhaltenen 1. Halbjahr war das für die offene Fondsbranche durchaus überdurchschnittlich gut. Zugegeben, diese Entwicklung reicht nicht an die „Traumwerte“ aus 2017 oder anderen Vorjahren, aber auch 2019 kann als Qualitätsjahrgang in die Investmenthistorie eingehen. Nun, vielleicht haben die Investoren einfach manchen Rat ihrer Berater befolgt und ihr Depot umgeschichtet? Fest steht zumindest, dass – wenn auch in abgeschwächter Form – die Kategorie „Mischfonds“ in den ersten drei Quartalen wieder weit vorne lag. Auf dem 2. Platz folgen Rentenfonds, die den Negativtrend des Vorjahres ins Positive umkehren konnten. Reine Aktienfonds hatten hingegen das Nachsehen. Geldmarktfonds, die in den zurückliegenden Jahren ebenfalls ein Minus, verzeichneten zum Stichtag 30.09. ebenfalls Zuflüsse. Auch offene Immobilienfonds sind quasi auf der Überholspur und verzeichnen außerordentlich hohe Mittelzuflüsse.

Welche Einzelfonds sich lohnen, lesen Sie auf Seite 2