Europäische Finanzinstitute investieren mit voller Kraft in Open Banking

Daniel Kjellén, Mitgründer und Geschäftsführer von Tink / Foto: © Tink

Eine neue Untersuchung der führenden europäischen Open-Banking-Plattform Tink zeigt, dass Finanzinstitute europaweit ihre Investitionen in Open Banking erhöhen. Ursache ist ein Bewusstseinswandel in der Branche weg vom reinen Pflichtprogramm der PSD2 hin zur Wertschöpfung am Kunden durch Steigerung des Kundenerlebnis und erhöhte Kosteneffizienz entlang aller Facetten des Open Bankings.

Den Daten zufolge liegt der Median der Open-Banking-Investitionsbudgets für europäische Finanzinstitute in der Regel zwischen 50 und 100 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte (45 %) der befragten Finanzinstitute mehr als 100 Millionen Euro ausgibt. Deutschland belegt im Rennen der besonders großzügigen Geldgeber den dritten Platz: Hierzulande investieren 56,7 % der Finanzinstitute mehr als 100 Millionen Euro in die Zukunft des Open Banking. Mehr investieren nur noch Frankreich (2. Platz) und Portugal (1. Platz).
Deutschland ist zwar der Geburtsort vieler Open-Banking-Innovationen, die vor der PSD2-Richtlinie entstanden sind. Heute ist der deutsche Markt jedoch in Sachen Open Banking noch wenig standardisiert und die meisten Finanzinstitute nähern sich PSD2 auf ihre ganz eigene Weise und mit großen Budgets für Open Banking.

Abbildung 1: Ausgaben für Open Banking im Ländervergleich

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